Mitarbeiter in niederländischen Fleischbetrieben betroffen / Testergebnisse im City-Wohnpark negativ
Die Zahl der Infizierten ist gestiegen

Gronau -

Neue Entwicklungen gibt es in Sachen Corona. Für Gronau leider keine guten Nachrichten.

Freitag, 22.05.2020, 10:16 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 18:48 Uhr
Während die Test im City-Wohnpark allesamt negativ ausfielen, sind Mitarbeiter von fleischverarbeitenden Betrieben, die in Gronau leben, positiv auf das Virus getestet worden.
Während die Test im City-Wohnpark allesamt negativ ausfielen, sind Mitarbeiter von fleischverarbeitenden Betrieben, die in Gronau leben, positiv auf das Virus getestet worden. Foto: imago images/imagebroker

Die Zahl der Corona-Infizierten in Gronau ist angestiegen. Betroffen sind Mitarbeiter von fleischverarbeitenden Betrieben aus grenznah in den Niederlanden liegenden Orten. Der Gesundheitsdienst Noord- en Oost-Gel­derland hatte dort Tests durchgeführt. Unter den positiv getesteten sind auch Menschen, die im Kreis Borken wohnen. Neun von ihnen leben in Gronau. Bislang liegen noch nicht alle Ergebnisse der Tests vor, so dass sich diese Zahl erhöhen könnte.

„Die Quarantäneverfügungen für die betreffenden Personen sind erteilt“, so Gabi Könemann auf Anfrage der WN . Die betroffenen Personen sowie ihre im Kreis Borken wohnenden, schon ermittelten unmittelbaren Kontaktpersonen wurden unverzüglich unter Quarantäne gestellt und das Wohnumfeld der Infizierten größtenteils überprüft, heißt es seitens der Kreisverwaltung

Das Gronauer Ordnungsamt gehe bei seinen Kontrollen sehr engmaschig vor, so Könemann. Gleichzeitig ist es dabei behilflich, dass die Betroffenen die Quarantänebedingungen auch einhalten können. Die meisten Betroffenen sprächen zwar kein Deutsch; bei der Informationsvermittlung helfen aber die Vermieter, „zu denen das Ordnungsamt einen sehr guten Draht hat“, sagte Könemann.

Unabhängig davon hatte die Bauaufsicht der Stadt in den vergangenen Tagen bereits Kontrollen in Unterkünften durchführt, in denen vor allem osteuropäische Leiharbeiter wohnen. Dabei ging es darum zu überprüfen, ob die baulichen und hygienerechtlichen Vorgaben eingehalten werden. „Dabei hat es keine Auffälligkeiten gegeben“, so Könemann.

  • Nachdem die Bewohner und die Belegschaft der Pflegeabteilung des City-Wohnparks am 19. Mai erneut auf Covid-19 getestet wurden, weil bei einer Bewohnerin widersprüchliche Testergebnisse vorlagen (die WN berichteten), wurden die Verantwortlichen am Freitag vom Gesundheitsamt des Kreises Borken informiert.

Demnach lagen die letzten Testergebnisse erst Freitag Morgen vor. Alle Testungen weisen ein negatives Ergebnis auf. Somit können alle zusätzlichen Hygiene- und Isolierungsmaßnahmen wieder auf die bisherigen zurückgenommen werden. Besuche können, unter den gegebenen Voraussetzungen, wieder stattfinden. „Das Ergebnis zeigt, dass die bisherigen Hygienemaßnahmen erfolgreich und konsequent umgesetzt wurden. Hier gebührt der Belegschaft, den Bewohnern und Angehörigen“ ein besonderer Dank“, so die Einrichtungsleitung Maria Rengers.

Matthias Wittland, Vorstand des Caritasverbandes, ergänzt, dass es bedauerlich sei, dass die Testergebnisse erst nach über zwei Tagen vorlagen. Dieses führte zu großen Unsicherheiten bei allen Beteiligten. Hier gäbe es einen Verbesserungsbedarf, jedoch bestehe eine Abhängigkeit von den Laboren. Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt sei insgesamt sehr konstruktiv.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7419134?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Nachrichten-Ticker