CDU und UWG:
250 000 Euro für vergünstigte Stadtgutscheine

Gronau -

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen die Gronauer Lokalpolitiker: Einerseits sollen der heimische Einzelhandel und die Gastronomie unterstützt werden, die durch die Corona-Pandemie arg gebeutelt wurden. Als Förderprogramm sollen Aufschläge auf die Stadtgutscheine finanziert werden. Mit der Aktion soll auch ein soziales Ziel verfolgt werden. Der Haupt- und Finanzausschuss berät am Mittwoch über den geeigneten Weg.

Dienstag, 26.05.2020, 07:48 Uhr aktualisiert: 26.05.2020, 16:08 Uhr
Bis zu einem Höchstwert von 100 Euro soll der Kauf eines Stadtgutscheins mit 25 Prozent gefördert werden. Es darf maximal ein Gutschein erworben werden, heißt es in dem Antrag.
Bis zu einem Höchstwert von 100 Euro soll der Kauf eines Stadtgutscheins mit 25 Prozent gefördert werden. Es darf maximal ein Gutschein erworben werden, heißt es in dem Antrag. Foto: Stadtmarketing

CDU und UWG wollen dem Gronauer Einzelhandel und der Gastronomie mit Zuschüssen in Höhe von 250 000 Euro unter die Arme greifen und so die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in der Stadt abmildern. In einem Antrag an den Haupt- und Finanzausschuss fordern sie daher, den Stadtgutschein Gronau und Epe limitiert bis zum 30. September 2020 mit 25 Prozent des Werts zu bezuschussen. Damit könne dann zum Beispiel ein 100-Euro-Gutschein für 75 Euro erworben werden. Zur Umsetzung dieser Aktionsgutscheine soll ein möglichst einfaches und schnell umsetzbares Verfahren mit dem Stadtmarketing Gronau abgestimmt werden. Zur Wahrung der Chancengleichheit sollen pro Person einmalig Gutscheine im Gesamtwert von bis zu 100 Euro ausgegeben werden.

Ausdrücklicher Wunsch

„Wir kommen mit diesem Vorschlag dem ausdrücklichen Wunsch von Stadtmarketing, WTG, EWG, Cityring und Wirtevereinigung nach“, sagt Sebastian Laschke, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat. „Gerade in der aktuellen Situation ist es wichtig, dass alle Akteure in Gronau zusammenstehen. Deshalb unterstützen wir diese außergewöhnliche Maßnahme der Wirtschaftsförderung für den Handel und die Gastronomie. Gleichzeitig möchte ich dafür werben, dass die Gutscheine möglichst zeitnah eingelöst werden, damit sie möglichst bald den Einzelhandel und die Gastronomie wirksam unterstützen.“

Schnelle und unbürokratische Hilfe

„Einzelhändler und Gastronomen benötigen jetzt unsere Unterstützung, deswegen müssen wir als Kommune schnell und unbürokratisch helfen“, ergänzt UWG-Fraktionsvorsitzender Jörg von Borczyskowski. „Wir wollen, dass es nach der Corona-Pandemie für uns alle in der Stadt mit einem möglichst normalen Leben wieder weitergehen kann – ohne dass verloren gegangene Strukturen, die unsere Stadt lebenswert machen, erst wieder in jahrelanger Arbeit aufgebaut werden müssen. Zugleich versprechen wir uns durch die Aktionsgutscheine eine Erweiterung der Akzeptanzstellen und damit eine zusätzliche Attraktivitätssteigerung des Stadtgutschein-Systems“, heißt es weiter in der Mitteilung. Der Ausschuss tagt am morgigen Mittwoch um 18 Uhr im Rathaus.

Antrag der Linken: 50-Euro-Gutschein für alle Bedürftigen

 

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