Heimatvereine und Bürgerverein Dinkelaue äußern sich positiv zu Plänen, aber:
„Museum soll ins Erdgeschoss“

Gronau -

Wie stehen die Heimatvereine und der Bürgerverein zu den Plänen für das neue „Alte Rathaus“? Bei einer Informationsveranstaltung äußerten sich ihre Vertreter.

Mittwoch, 27.05.2020, 09:23 Uhr aktualisiert: 27.05.2020, 09:50 Uhr
So soll das neue „Alte Rathaus“ nach den Vorstellungen der Architektin aussehen.
So soll das neue „Alte Rathaus“ nach den Vorstellungen der Architektin aussehen. Foto: Stadt Gronau

Die Idee für einen Neubau des historischen Rathauses ist auch bei den maßgeblichen Vereinen grundsätzlich auf Zustimmung gestoßen. Bürgermeister Rainer Doetkotte , Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick und Architektin Christine Sibbing hatten Vertretern der beiden Heimatvereine und des Bürgervereins Dinkel­aue die Pläne vorgestellt.

Allerdings gab es dem Protokoll des Treffens zufolge auch Anregungen und Bedenken. Der größte Einwand betrifft das Drilandmuseum : Dass die Sammlung im Dachgeschoss des Neubaus untergebracht wird, stieß auf wenig Verständnis. Im Schul- und Kulturausschuss beantragte denn auch Norbert Ricking (SPD) zu prüfen, ob das Museum nicht doch in die Nähe des Eingangs, möglichst ins Erdgeschoss verlagert werden könnte. Stadtbaurat Groß-Holtick sagte zu, das mit dem Landschaftsverband zu besprechen. Er hatte allerdings Bedenken: Ausstellungsräume sollten nämlich nicht über Fensterfronten belichtet werden – und die sind im Erdgeschoss vorgesehen.

Auch kamen Vorschläge, im Drilandmuseum künftig auch jüngere Entwicklungen von Gronau zu zeigen wie Textilgeschichte, Urenco und Landesgartenschau. Dabei sei ratsam, so Georg Frieler (Heimatverein Gronau), auch digitale Präsentationen ins Auge zu fassen.

Kritik kam vom Heimatverein an der Größe des für seine Aktivitäten vorgesehenen Raumes. Der sei mit 60 Quadratmetern zu klein – zum Beispiel für die Proben der Tanzgruppe.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass Räume in dem Gebäude multifunktional seien und mehreren Nutzern zugänglich gemacht werden können.

Eckhard Bohn (Heimatverein Gronau) sprach sich dafür aus, den Abriss des jetzigen Gebäudes zeitlich so weit wie möglich hinauszuschieben. Der Stadtbaurat gab allerdings im Ausschuss zu bedenken, dass vor dem Bau Tragfähigkeitsuntersuchungen des Bodens erfolgen müssten.

Vor den Sommerferien soll der Rat einen Grundsatzbeschluss fassen. Dann müssen Fachplaner ran - und es müssen Fördermöglichkeiten geklärt und Planungsrecht geschaffen werden.

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