Gronau als Durchgangslager für mennonitische Flüchtlinge
Der Weg führte über die Dinkelstadt nach Übersee

Gronau -

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam eine große Herausforderung auf die Stadt Gronau zu: die temporäre Unterbringung Tausender geflüchteter und ausreisewilliger Mennoniten in einem Durchgangslager. Das „Mennonite Central Comittee“ (MCC) hatte nämlich Gronau neben Berlin und Backnang als Zentrum für auswanderungswillige Glaubensbrüder auserkoren. 1947 wurde das Transit-Lager eingerichtet – es existierte bis 1952. Von Eckhard W. Bohn
Samstag, 30.05.2020, 10:58 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 30.05.2020, 10:58 Uhr
Auch die Turnhalle an der Viktoriaschule diente den Lagerbewohnern zeitweise als Unterkunft, oder wie auf diesem Foto auch als Veranstaltungsraum für eine Feier.
Auch die Turnhalle an der Viktoriaschule diente den Lagerbewohnern zeitweise als Unterkunft, oder wie auf diesem Foto auch als Veranstaltungsraum für eine Feier. Foto: Siegfried Janzen, Slg. MAID
Bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg „strandeten“ erstmalig mennonitische Flüchtlinge aus der Sowjetunion in Gronau. Mit Unterstützung der „Mennonitischen Flüchtlingsfürsorge“ wurden hier 35 Familien untergebracht, die in der örtlichen Textilindustrie – vornehmlich bei van Delden – eine lohnende Beschäftigung fanden.
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