Markenfort-Kapelle
Ende des Dornröschenschlafs

Gronau -

An der Markenfort-Kapelle führten früher die Prozessionen der St.-Antonius-Gemeinde entlang. Zurzeit liegt sie in einer Art Dornröschenschlaf. Doch das soll sich bald ändern.

Montag, 08.06.2020, 08:39 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 18:30 Uhr
Spendenübergabe an der Markenfort-Kapelle: (v.l.) Herbert Krause, Bürgermeister Rainer Doetkotte sowie Heinrich Markenfort mit seinen Töchtern Sarah und Mia.
Spendenübergabe an der Markenfort-Kapelle: (v.l.) Herbert Krause, Bürgermeister Rainer Doetkotte sowie Heinrich Markenfort mit seinen Töchtern Sarah und Mia. Foto: Sigrid Winkler-Borck

Aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und in alter Schönheit erstrahlen soll demnächst die am Prozessionsweg gelegene Markenfort-Kapelle. Heinrich Markenfort, dessen Vater noch auf dem Hof Markenfort geboren worden war, hat am Samstag mit einer Spende den Anfang gemacht.

Die für die Aufarbeitung der Bleiglasfenster gedachte Spende von 700 Euro, von denen 200 Euro von einem Unternehmer stammen, der anonym bleiben möchte, nahm Bürgermeister Rainer Doetkotte entgegen.

Erbaut worden ist die neugotische Kapelle 1883 vom damaligen Hofbesitzer Heinrich Markenfort aus tiefer Dankbarkeit für die Geburt eines Hoferben. An dieser Kapelle führten die Prozessionen der St.-Antonius-Gemeinde entlang. Sie gingen dann über die Dinkel in Richtung Spechtholtshook zu der im gleichen Stil erbauten Kapelle an der Losserstraße.

„Ich lebe in Nordwalde“, erzählt der Markenfort-Nachkomme, „dort haben wir einen Kapellenverein, der sich um den Erhalt und die Pflege der früheren Prozessionskapellen kümmert.“ Für Gronau könne er sich so einen Verein oder eine Interessengemeinschaft auch vorstellen. Bereits seit gut zwei Jahren steht er deswegen auch im Austausch mit Herbert Krause , der sich für die Eintragung der Kapelle in die Denkmalliste der Stadt stark gemacht hat. Außerdem hat Krause mit dazu beigetragen, dass die Kapelle baulich gesichert und verschlossen wurde.

Die beschaulich unter hohen Bäumen gelegene Wegekapelle wird in absehbarer Zeit am Rande eines neuen Baugebiets liegen. Die derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen Lukas-Krankenhaus und Am Schwartenkamp hat die Stadt erworben. In den nächsten drei bis fünf Jahren, so Bürgermeister Rainer Doetkotte, wolle die Stadt hier ein Baugebiet entwickeln. „Die Markenfort-Kapelle mit ihrem alten Baumbestand könnte dann ein attraktiver Treffpunkt werden“, blickt er in die Zukunft.

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