Zusätzliche Betreuer könnten Angebot erweitern
Abgespecktes Ferienangebot

Gronau -

Zunächst sah es so aus, als würde in den kommenden Schulferien von städtischer Seite nichts angeboten. Dann war es ein kleines Angebot. Wenn jetzt noch weitere Mitstreiter gefunden werden, dann könnte das erweiterte Angebot, das aktuell vorbereitet wird, noch ausgeweitet werden.

Montag, 15.06.2020, 10:19 Uhr aktualisiert: 15.06.2020, 17:10 Uhr
Die Ferienspiele werden in diesem Jahr anders aussehen. Ein abgespeckten Angebot
Die Ferienspiele werden in diesem Jahr anders aussehen. Ein abgespeckten Angebot Foto: Frank Zimmemann

Kurz vor den Sommerferien ist es üblich, dass die Vereine, Verbände und Jugendhäuser mit Hochdruck an der Organisation und Umsetzung ihrer zahlreichen Freizeitangebote arbeiten, um Hunderten von Gronauer Kindern unvergessliche Ferienerlebnisse zu bescheren.

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen strengen Hygieneauflagen ist dies in diesem Jahr anders: Ferienlager, Thementage, Ausflugsangebote und viele andere, beliebte und bewährte Betreuungsangebote mussten seitens der unterschiedlichen Veranstalter bereits vor Wochen abgesagt werden.

Per Post vertröstet

Auch die angemeldeten gut 350 Kinder der städtischen Ferienspiele erhielten einen Brief, in dem sie auf die Veranstaltungen im Folgejahr vertröstet wurden.

Verbunden mit der Hoffnung, dass vielleicht doch noch Lockerungen der Corona-Bestimmungen seitens des Landes kommen könnten, hatten die verantwortlichen Fachkräfte im Jugendamt den Honorarkräften der Ferienspiele noch nicht abgesagt. Denn in jedem Fall sollte es in den Sommerferien zumindest eine Notbetreuung für solche Kinder geben, deren Eltern zum Beispiel in sogenannten systemrelevanten Berufen beschäftigt sind. Für dieses Angebot, das in den ersten drei Ferienangeboten in der Buterlandschule vorgehalten werden soll, liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor. Im Rahmen der letzten Jugendhilfeausschusssitzung waren sich Politik und Verwaltung darüber einig, wie wichtig ein darüberhinausgehendes Ferienfreizeit-Angebot ist, um möglichst vielen Kindern glückliche Spiel- und Spaß-Stunden im Kreis Gleichgesinnter zu ermöglichen.

Mailing- und Telefonaktion

Aus diesem Grund läuft zur Zeit eine Telefon- und Mailingaktion. Darin werden sämtliche Eltern und Erziehungsberechtigten der angemeldeten Ferienspielkinder danach befragt, ob sie Interesse an einem deutlich abgespeckten, aber durchaus attraktiven Betreuungsangebot haben, teilt die Stadt Gronau mit. In überschaubaren Gruppengrößen und unter Einhaltung der aktuellen Corona-Bestimmungen, sollen die Kids eine Woche lang, entweder am Vormittag oder am Nachmittag (jeweils für drei Stunden) gemeinsame Aktivitäten in den Jugendhäusern Luise und Stop oder im Zirkusprojekt Merlin erleben dürfen.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass freibleibende Plätze auch von solchen Kindern in Anspruch genommen werden können, die bisher nicht für die Ferienspiele angemeldet waren. Sollten sich kurzfristig zusätzliche Honorarkräfte mit entsprechender Erfahrung in der Kinderbetreuung bei der Stadt Gronau melden, die sich einen Einsatz in den diesjährigen Ferienspielen vorstellen können, so könnte die Zahl der Betreuungsplätze entsprechend erweitert werden.

Weitere Angebote erwartet

Der Preis für das Halbtagesangebot beträgt für fünf Tage insgesamt 20 Euro. Die Unterlagen für eine kurzfristige Anmeldung zur Notbetreuung (einschl. Kostenanfrage) sowie Informationen zum neu geschaffenen Ferienbetreuungsangebot sind beim Jugendamt unter  02562/12342 erhältlich.

Aufgrund der aktuellen Corona- Lockerungen ist durchaus zu erwarten, dass neben den genannten Aktionen sowohl von Seiten der Stadt als auch von anderen örtlichen Freizeit-Veranstaltern kurzfristig weitere Ferien-Ideen (Tagestouren, Ausflüge, Mehrtagesangebote etc.) realisiert werden. Diese sollen sowohl in der Presse als auch auf der städtischen Internetseite zeitnah veröffentlicht werden.

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