Gronausestraat in Glanerbrug wird demnächst umgestaltet
Weniger Durchgangsverkehr

Glanerbrug -

Wer es gewohnt ist, durch Glanerbrug nach Enschede zu fahren, muss sich vom Herbst an umgewöhnen. Die Gronausestraat wird so umgebaut, dass es für den motorisierten Verkehr unattraktiver wird, diese Verbindung zu nutzen.

Donnerstag, 25.06.2020, 07:15 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 07:20 Uhr
Im Bereich des Euregio-Tagungszentrums soll die Fahrbahn der Gronausestraat verengt werden.
Im Bereich des Euregio-Tagungszentrums soll die Fahrbahn der Gronausestraat verengt werden. Foto: Jenne Smit

Die Gronausestraat in Glanerbrug – auch für viele Gronauer die Durchgangsstraße nach Enschede – wird für Autofahrer unattraktiver. Radfahrer sollen künftig im Bereich zwischen dem Grenzübergang und der Kreuzung mit der Nieuw Frieslandstraat Vorrang haben. Autos und Busse werden zwar geduldet, müssen sich aber unterordnen.

Ein siebenköpfiges Team aus Anwohnern, Ladenbesitzern und anderen Glanerbrückern hatte sich gemeinsam mit Experten des Themas Fahrradsicherheit im Ort angenommen und Verbesserungsvorschläge eingereicht. Die Stadt Enschede hat nun Maßnahmen beschlossen, die voraussichtlich im September umgesetzt werden sollen. Alle Verkehrsteilnehmer werden sich danach umstellen müssen, meint Initiatorin Lorette Bosch.

Die Fahrbahn wird sich deutlich verändern: Der Asphalt wird durch Klinker ersetzt, der in Kreuzungs- und Einmündungsbereichen andersfarbig wird. Am Grenzübergang – in Höhe Terhaar sive Droste - wird die Fahrbahn verengt. Der Verkehr Richtung Deutschland erhält Vorrang, die in den Ort fahrenden Fahrzeuge müssen warten. Radfahrer können diese Verengung an beiden Seiten über extra angelegte Radstreifen sicher und ungehindert passieren.

Durch die Fahrbahnverengung soll der motorisierte Durchgangsverkehr zurückgedrängt werden. Die Autos sollen die B54/N35 benutzen, um nach Enschede zu fahren. Derzeit durchqueren noch etwa 9000 Kfz täglich Glanerbrug auf der Gronause­straat.

Der Kreuzungsbereich mit der Tolstraat/Kerkstraat wird baulich umgestaltet und optisch durch die Anlage von Schwellen verkleinert, der Zebrastreifen wird verlegt und das Straßengrün teilweise umgepflanzt.

Der Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen soll umgestaltet werden. Die Zahl der Parkplätze im Bereich Albert Heijn/Primera soll unverändert bleiben. Allerdings soll ein 45 Zentimeter breiter Streifen Radfahrern mehr Sicherheit vor aussteigenden Autofahrern bieten.

Ob die Maßnahmen den gewünschten Effekt haben, bleibt abzuwarten. Bewohner einiger Seitenstraße befürchten, dass Autos den Bultsweg und die Schip­holtstraat als Schleichwege nutzen könnten.

 

 

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