Aktion dreier Gronauer Schulen
Kniefall gegen Rassismus

Gronau/Epe -

Um 8.46 Uhr, just zu der Zeit, als George Floyd von einem Polizisten die Luft abgedrückt wurde, gingen am Mittwoch viele Schüler in die Knie. An drei Schulen des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – setzten Lehrende und Schüler so ein Zeichen gegen Rassismus.

Donnerstag, 25.06.2020, 17:34 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 16:44 Uhr
In verschiedenen Schulklassen knieten Lehrende und ihre Schüler, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.
In verschiedenen Schulklassen knieten Lehrende und ihre Schüler, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Foto: Netzwerk SoR

Knapp einen Monat nach der Tötung des 46-jährigen George Floyd in den USA bei einer gewaltsamen Festnahme, setzten die Fridtjof-Nansen-Realschule, die Gesamtschule Gronau und die Euregiogesamtschule Epe am Mittwoch ein deutliches Zeichen gegen Rassismus. Um 8.46 Uhr, symbolisch für die Zeit, in der George Floyd von den Polizisten die Luft abgedrückt wurde, knieten viele Lernende und Lehrkräfte in ihren Klassenräumen. Sie übernahmen die Geste des Kniefalls als Zeichen der Demut vor den Opfern von Rassismus.

Sowohl Spieler Europäischer Fußballmannschaften, als auch Demonstranten auf der ganzen Welt sowie Polizisten knien zurzeit nieder, um ihre Unterstützung zu zeigen. Viele Menschen erleben Erniedrigung, Demütigung und Ausgrenzung nur wegen ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe. Daher war es dem Netzwerk „ Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage “ in Gronau wichtig, auch in Zeiten von Corona eine sensible, aber eindrucksvolle Geste zu zeigen, heißt es in einer Mitteilung des Netzwerks.

Auch wenn viele Aktionen gegen Rassismus aufgrund des Infektionsschutzes zurzeit nicht stattfinden können und abgesagt werden mussten, ist sich das Netzwerk sicher, so bei den Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit zu schaffen, auf den alltäglichen Rassismus aufmerksam zu machen und eine Diskussion anzuregen.

Dass ihre Vermutung Recht behalten sollte, zeigte sich in einigen Klassenräumen. Schülerinnen und Schüler kamen nach der Aktion, die durch das Glockengeläut der Schule beendet wurde, mit ihren Lehrkräften ins Gespräch, heißt es in dem abgestimmten Bericht aus den Schulen.

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