Gelockerte Besuchsregelung für Senioreneinrichtungen
Mehr Besuch für mehr Lebensqualität

Gronau/Epe/Alstätte -

Menschen, die in Senioreneinrichtungen leben, hatten unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders zu leiden. Doch nun ist Besserung in Sicht.

Samstag, 27.06.2020, 08:55 Uhr aktualisiert: 27.06.2020, 09:00 Uhr
Ab 1. Juli 2020 können wieder mehr Besuche in den Senioreneinrichtungen stattfinden – sogar im Zimmer der Bewohnerinnen und Bewohner. Wenn ein geeigneter Mund-Nasen-Schutz getragen wird, ist sogar enger Kontakt möglich.
Ab 1. Juli 2020 können wieder mehr Besuche in den Senioreneinrichtungen stattfinden – sogar im Zimmer der Bewohnerinnen und Bewohner. Wenn ein geeigneter Mund-Nasen-Schutz getragen wird, ist sogar enger Kontakt möglich. Foto: Ansgar Höing

Die Besuchsregelungen in den Altenhilfeeinrichtungen werden vom 1. Juli an wieder deutlich gelockert. Waren Besuche noch vor wenigen Wochen ganz verboten oder nur in Ausnahmesituationen gestattet, wurden die Vorgaben von den Behörden schrittweise angepasst. Die Altenhilfe-Einrichtungen der St.-Antonius-Hospital Gronau GmbH bereiten sich auf die neuen Regelungen vor.

Mit den ab der kommenden Woche geltenden Bestimmungen sind wieder deutlich mehr und längere Besuche für die Bewohnerinnen und Bewohner in den Altenhilfe-Einrichtungen möglich. So können täglich zwei Besuche mit bis zu zwei Personen innerhalb der Einrichtung und sogar auf dem eigenen Zimmer stattfinden. Dazu haben die Hausleiter eine gemeinsame Kernbesuchszeit zwischen 9.30 und 11.30 Uhr und zwischen 15 und 18 Uhr festgelegt. Auch längere, begleitete Ausflüge außerhalb der Einrichtung sind wieder möglich.

Nach wie vor gelten die allgemeinen Hygiene-, Sicherheits- und Abstandsregeln. Hinzugekommen ist die Temperaturmessung beim Betreten des Hauses. Dazu wurden eigens kontaktlose Messgeräte angeschafft. Jeder Besucher wird auch weiterhin registriert, um im Falle eines Falles die Kontakte nachverfolgen zu können.

Grundlage dieser Änderung ist einerseits die derzeit stabil geringe Infektionsrate in der Region und andererseits die allgemeine Erkenntnis der vergangenen Wochen, dass regelmäßige soziale Kontakte insbesondere für alte Menschen in Pflegeeinrichtungen essenziell wichtig sind.

„Für alle Beteiligten waren die letzten Wochen und Monate eine absolute Herausforderung“, betont Geschäftsführer Ludger Vormann . „Für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter waren die Belastungen extrem hoch und häufig auch sehr emotional. Aber, an der niedrigen Zahl infizierter Personen zeigt sich, dass die strikten Maßnahmen der Behörden absolut sinnvoll waren und ja auch weiterhin noch sind. Dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner demnächst wieder mehr Besuch bekommen können, trägt wesentlich zur psychosozialen Gesundheit und damit zum Allgemeinbefinden bei“, ist Vormann überzeugt. „Aber jetzt schon von Normalität zu sprechen, wäre falsch. Davon sind wir noch sehr weit entfernt und die Situation kann sich jederzeit wieder ändern. Vorsicht, Rücksicht und Disziplin sind weiterhin die obersten Gebote. Toll, dass weiterhin alle mithelfen, dem Virus so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Vielen Dank an unsere Bewohner, die Angehörigen, externe Dienstleister und unsere Mitarbeiter!“

Zu den Altenhilfe-Einrichtungen der St. Antonius-Hospital Gronau GmbH gehören das St. Antonius-Stift Gronau mit dem Franziskus-Haus, das St.-Agatha-Domizil und der Dorotheenhof in Epe sowie das Katharinenstift mit dem Seniorenwohnpark in Alstätte.

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