Neue „Pop-Cloud“ im Rock‘n‘Popmuseum
Fast 70 Jahre Popkultur auf einem Bildschirm

Gronau -

Eine moderne Jukebox? Jein: Die neue Attraktion im Rock‘n‘Popmuseum hat noch mehr drauf. Die Pop-Cloud liefert mehr als Musik aus sieben Jahrzehnten.

Samstag, 25.07.2020, 06:53 Uhr aktualisiert: 25.07.2020, 07:00 Uhr
Von 1950 bis 2017, von Pop über Jazz bis zum Rock – die Pop-Cloud hält über tausend Musiktitel und viele Hintergrundinfos bereit. Über den Touch-Bildschirm können die Jahre und Genres ausgewählt werden.
Von 1950 bis 2017, von Pop über Jazz bis zum Rock – die Pop-Cloud hält über tausend Musiktitel und viele Hintergrundinfos bereit. Über den Touch-Bildschirm können die Jahre und Genres ausgewählt werden. Foto: Rock'n'Popmuseum

Das Rock‘n‘Popmuseum in Gronau sorgt immer wieder für Überraschungen: In jeder Ecke des multimedialen Museums können Besucher spannende Einblicke in die bunte Welt der Rock- und Popkultur erleben.

Jetzt ist das Museum um eine Attraktion reicher: Die sogenannte Pop-Cloud, ein 42 Zoll messender LED-Touch-Bildschirm, hat nach einer Entwicklungsphase von rund eineinhalb Jahren Einzug in die ehemalige Turbinenhalle gehalten.

Über 1000 Musiktitel

Auf der Besucher-Empore des Museums leuchtet seit Kurzem der bunte LED-Bildschirm. Über 1000 Musiktitel und allerhand Hintergrundinformationen zum Zeitgeschehen, zu kulturellen und politischen Ereignissen hält die Software für Besucher bereit. Über eine verschiebbare Jahres-Lupe wählt der Besucher ein Jahr zwischen 1950 und 2017 und ein Musikgenre aus. Im nächsten Schritt erscheinen verschiedene Buttons, über die unterschiedlichen Informationen abrufbar sind. Diese setzen sich aus Texten, Bildern und Audio- und Videodateien zusammen.

Sie beschäftigen sich inhaltlich mit dem gesamten Kosmos der Musikwelt: Sowohl wichtige Veröffentlichungen, bedeutende Konzerten und innovative Instrumententechnik, als auch genrewichtigen Clubs und trendsetzenden Künstler sind hier zu finden. Durch die Rubrik „Zeitgeschichte“ bekommt die Entwicklung des Pop eine historische Folie, welche die Betrachtung der Popmusik, wie die Dauerausstellung auch, ihrem kulturhistorischen Zusammenhang zuordnet. Die Pop-Cloud eröffnet damit eine neue Perspektive auf den Pop und erweitert das interaktive Angebot des Rock‘n‘Popmuseums.

Interessantes Medium

Rund eineinhalb Jahre Programmierung und viele Recherchestunden stecken hinter der Popcloud. In Zusammenarbeit mit dem Journalisten, Wissenschaftler und Musiker Jens Quandt ist ein beachtliches Portfolio an Musiktiteln und Hintergrundinformationen entstanden. Den Feinschliff leistete das Unternehmen Systematic, das für die Programmierung der Software verantwortlich ist. Und die Popcloud wächst weiter – geplant ist, die Software stetig zu aktualisieren und sie sukzessive mit Informationen zu ergänzen.

„Nicht nur für Schulklassen stellt die Popcloud ein interessantes Medium dar, das spielerisch geschichtliche, politische und kulturelle Inhalte vermittelt – auch Musikinteressierte oder Musiklaien können hier viel lernen und werden überrascht sein, wie tiefgründig und vielseitig die Informationen aufgearbeitet wurden“, sagt Kurator Dr. Thomas Mania.

Rock‘n‘Popmuseum Gronau: Rock, Reggae, Rap und Johnny Däpp

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  • Im Entree-Bereich des Museums werden die Besucher – virtuell – von Udo Lindenberg begrüßt.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Der Panikrocker mit Gronauer Wurzeln heißt die Gäste der Ausstellung willkommen „in Gronau an der Donau“.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Vorhang auf für die neu gestaltete Ausstellung. Die Besucher tragen Kopfhörer mit „Head Tracking System“, die Position genau bestimmen können. So hört jeder, was und wie er es möchte.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Kerstin Kamlage gehört zu den Museumsbegleitern der ersten Stunde.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Ein ganz besonderes Ausstellungsstück: Urinale aus dem CBGB-Club in New York, dem Geburtsort des Punkrocks.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Auch die niederländische Rock- und Popgeschichte hat Platz in der neuen Ausstellung gefunden.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Eine Jacke von „King“ Elvis Presley.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „Sound of history“: Dank intelligenter Technik wird hier ein- und derselbe Song in den Soundqualitäten verschiedener Epochen wiedergegeben. Das Tracking System auf den Kopfhörern „weiß“, an welcher Stelle der Besucher jeweils steht.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Im Themenbereich „Performance“ ist auch ein Original-Bühnenkleid von Helene Fischer ausgestellt.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • In dieser Dose hat John Lennon zunächst Marihuana-Blätter aufbewahrt, später Tee...

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Eine Original-Garderobentür aus dem „Onkel Pö“ in Hamburg.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Das Studio der Krautrocker „Can“ wurde im Untergeschoss des Museums nachgebaut.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Im „Greenroom“ können die _- kleinen und großen – Besucher aus 30.000 Songs auswählen und ihre Karaoke-Qualitäten unter Beweis stellen. Hier Kinder der Kita St. Peter und Paul aus Nienborg.

    Foto: Wilfried Gerharz
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