Statistik der Agentur für Arbeit für den Juli
Mehr Arbeitslose, aber auch mehr offene Stellen

Gronau -

Trotz aller Widrigkeiten durch Corona ist die Lage am Arbeitsmarkt in der Region relativ stabil. Die Zahl der Arbeitslosen und der Kurzarbeiter ist im Juli im Westmünsterland jedoch weiter gestiegen.

Donnerstag, 30.07.2020, 10:10 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 09:14 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli in Gronau und Epe im Vergleich zum Juni dieses Jahres um 25 auf 1859 angestiegen. Wie stark die Corona-Pandemie den Arbeitsmarkt beeinflusst, zeigt sich im Vergleich zum Juli 2019: Damals waren in der Dinkelstadt 283 Menschen weniger ohne Arbeit gewesen. Die Arbeitslosenquote (bezogen auf abhängige zivile Erwerbspersonen) stieg auf 7,2 Prozent – vor einem Jahr war dieser Wert einen Prozentpunkt niedriger gewesen. Das geht aus den am Donnerstag veröffentlichten Daten der Agentur für Arbeit in Coesfeld hervor.

Der Bestand an offenen Stellen erhöhte sich in der Region, in Gronau auf 336. Aus Sicht von Johann Meiners , Leiter der Agentur für Arbeit Coesfeld, ist das ein kleiner Lichtstreifen am Arbeitsmarkt: „Das Handwerk hat meist weiterhin gut zu tun, im Gesundheitswesen werden nach wie vor Mitarbeiter gesucht, der öffentliche Dienst hat einige Stellen zu vergeben und auch Unternehmen aus anderen Branchen haben teilweise wieder Bedarf an Arbeitskräften. Das sind erste, kleine positive Anzeichen am Arbeitsmarkt, denn hier öffnen sich neue berufliche Chancen für arbeitslose Menschen in der Region“, betont Meiners.

Mehr Männer als Frauen betroffen

Von der Arbeitslosigkeit sind in Gronau derzeit Männer etwas stärker betroffen als Frauen (51,9 gegenüber 48,1 Prozent). 186 Arbeitslose (10,0 Prozent aller Arbeitslosen) waren zum Stichtag im Juli unter 25 Jahre alt. 342 (18,4 Prozent) 55 Jahre und älter. Als Langzeitarbeitslose wurden 722 Menschen geführt (38,8 Prozent), und 642 hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit (34,5 Prozent).

Einen kleinen Sprung um 34 auf 713 Arbeitslose gab es im Rechtskreis des SGB III. Die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis des SGB II (Hartz IV) verringerte sich dagegen um neun auf 1146 Personen.

Die Zahl der Unternehmen in den Kreisen Borken und Coesfeld, die seit März bei der Arbeitsagentur Kurzarbeit angemeldet haben, stieg im Juli auf insgesamt 5921.

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