Wahlausschuss tagt: Drei Änderungen bei den ursprünglich eingereichten Listen
Abiturienten springen als Wahlhelfer ein

Gronau -

Es erweist sich manchmal als schwierig, für Kommunalwahlen genügend freiwillige Helfer zu finden. Das Wahlamt in Gronau griff auf ein ungewöhnliches Angebot zurück.

Freitag, 31.07.2020, 07:03 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 09:30 Uhr

Volle Konzentration war erforderlich bei der Prüfung der eingereichten Wahlvorschläge für die Ratswahl. „Wir haben die Namen wohl zehn Mal verglichen“, sagte Daniel Alfert , der bei der Stadtverwaltung für die Durchführung der Kommunalwahlen am 13. September verantwortlich ist. Es darf keine Schreibfehler auf den Wahlzetteln geben – sonst könnte es Probleme geben.

Der Wahlausschuss tagte am Mittwoch, die Ausschussmitglieder und die Vertrauenspersonen der angetretenen Parteien und Wählergemeinschaften folgten dem Prozedere aufmerksam.

Und tatsächlich waren Änderungen der ursprünglich eingereichten Listen erforderlich. Zwei Namen auf der Reserveliste der WEG bzw. von Bündnis 90/ Die Grünen waren zurückgezogen worden, weil ein WEG-Kandidat noch nicht das erforderliche Mindestalter hat, und die Kandidatin von Bündnis 90/Grüne nicht mehr in Gronau wohnt.

Bei Bündnis 90/ Die Grünen wurde zudem moniert, dass der Kandidat im Wahlbezirk 15 nicht fristgerecht in Gronau gemeldet ist. Der Wahlausschuss beschloss daher, ihn zu streichen. Konsequenz: Bündnis 90/Die Grünen treten nur in 19 der 20 Wahlbezirke an.

Die AfD hat Kandidaten für elf Wahlbezirke aufgestellt, sie wird also ebenfalls nicht überall in Gronau und Epe zu wählen sein. Die Wahlzettel haben in den betreffenden Wahlbezirken sozusagen eine Lücke.

Für die Wahl zum Integrationsrat bewerben sich neben der Liste Austausch und Integration die Liste „Aramäer Gronau“ und die Liste „Vielfalt und Austausch für Gronau & Epe“.

Daniel Alfert teilte mit, dass entgegen der bisherigen Befürchtungen die Wahllokale Ludgerus-Kindergarten und Walter-Thiemann-Haus doch zur Verfügung stehen werden. Lediglich im Agatha-Domizil stehen am 13. September nicht wie gewohnt Wahlurnen. Die Wahlberechtigten werden die Hermann-Löns-Schule aufsuchen müssen.

Das drohende Problem der fehlenden Wahlhelfer hat das Wahlamt durch eine Anfrage bei den nächstjährigen Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasiums gelöst. Die hatten ihre Dienste unter dem Motto „Rent an Abiturient“ angeboten. Statt Gartenarbeit oder Autowaschen zu erledigen, werden einige von ihnen am 13. September als Wahlhelfer fungieren. Das sogenannte Erfrischungsgeld, das sie dafür erhalten, kommt in die Abikasse, die gerade für die Finanzierung des Abiballs gefüllt wird.

Kommentar: Selbstdisziplin gefragt

 

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