„Das Risiko ist zu hoch“
Bachusjünger sagen Veranstaltungen der Session ab

Epe -

Die Karnevalsvereine sind in diesem Jahr wirklich gebeutelt: Wegen eines Sturms wurde der Umzug abgesagt – und nun versemmelt Corona den Karnevalisten auch den Auftakt für die neue Session. Die Bachusjünger in Epe haben ihre Konsequenzen gezogen.

Donnerstag, 06.08.2020, 08:51 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 09:00 Uhr
Die Vorstandsmitglieder der Bachusjünger (v.l.): Rainer Reimer, Burkhard Benkhoff, Marijana Asman, Michael van Almsick und Hermann Josef Wilming (es fehlt Jens Thyhatmer).
Die Vorstandsmitglieder der Bachusjünger (v.l.): Rainer Reimer, Burkhard Benkhoff, Marijana Asman, Michael van Almsick und Hermann Josef Wilming (es fehlt Jens Thyhatmer). Foto: privat

Die Karnevalssession 2020/21 wird coronabedingt nicht wie gewohnt stattfinden – auch die Karnevalisten der Bachusjünger Epe sagen schon jetzt ihre Veranstaltungen in bisheriger Form ab. „Das Risiko einer Infektion ist einfach zu groß“, betont Marijana Asman , zweite Vorsitzende des Vereins.

Der Verein ist seit 2002 mit seiner großen Prinzenfrühstücksparty und der Teilnahme am Umzug und an vielen karnevalistischen Veranstaltungen von Altersheimen, Kindertagesstätten und Einrichtungen für Behinderte ein wichtiger Teil des Karnevals in Gronau und Epe.

Mit annähernd 100 Mitgliedern und mehreren Tanzgarden und Solomariechen haben sich die Bachusjünger in den letzten Jahren zu einer festen Größe im Karnevalsgeschehen im gesamten Münsterland entwickelt, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. „Mit 40 bis 50 Terminen in der Session sind die Terminbücher normalerweise schon jetzt gefüllt“, erklärt Rainer Reimer , Schatzmeister des Vereins.

„Auch wegen des nicht abzuwägenden Risikos von Veranstaltungsverboten in Hallen und Festzelten sowie des nicht kalkulierbaren finanziellen Risikos hat der Vorstand beschlossen, die Session 2020/21 zum Großteil auszusetzen. Ebenso sehen wir uns nicht imstande, eine Jahreshauptversammlung mit dem gefordertem Mindestabstand durchzuführen. Die zur Verfügung stehenden Räume seien schlichtweg zu klein und das Risiko zu hoch. Alle in der Satzung vorgesehenen Wahlen werden um ein Jahr verschoben – dazu gehören auch alle wichtigen finanziellen und kulturellen Entscheidungen“, so Marijana Asman in einer Pressemitteilung des Vereins.

Der Vorstand wird satzungsgemäß in der Session 2021/22 komplett neu gebildet. Einzelne vakante Posten werden derweil kommissarisch übernommen. So ergänzt Burkhard Benkhoff als kommissarischer Schriftführer den Vorstand.

Die Gesundheit der Menschen und die Bekämpfung der Corona-Pandemie haben für die Bachusjünger Vorrang. Sie freuen sich schon jetzt auf die Session 2021/22, um mit den Freunden des Karnevals in alter Tradition zu feiern.

Positives meldet der Obmann der Tanzgarden, Michael van Almsick: Für die Garden und die Solotänzerinnen wird es in naher Zukunft wieder Möglichkeiten zum Training geben. Dies ist – auch für das Vereinsleben und das Miteinander der Tänzerinnen und Tänzer – unglaublich wichtig. Der Wagenbaumeister Hermann Josef Wilming teilte mit, dass der Wagenbau mit kleinem Team fortgesetzt wird.

Ein Sichtungstraining konnte dies Jahr leider nicht durchgeführt werden. Trotzdem können sich interessierte Kinder und Jugendliche melden, wenn sie gern aktiv im karnevalistischen Tanzsport werden möchten. Auch alle anderen interessierten Bürger sind herzlich willkommen, das karnevalistische Geschehen nach Corona mitzugestalten. Meldungen können per E-Mail an: bachusjuenger02@web.de erfolgen oder über die Facebookseite des Vereins.

„Sollten doch noch Veranstaltungen stattfinden können oder ein Umzug geplant werden dürfen, so stehen die Bachusjünger dem BAK natürlich wie gewohnt als verlässlicher Partner zur Verfügung“, versichert Marijana Asman.

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