Car-Meeting
Twente verbietet spontane Autotreffen

Enschede -

Das Car-Meeting am vergangenen Wochenende in Enschede, zu dem auch viele Münsterländer gefahren sind, hat die Behörden völlig überrascht. Nun machen sie klar, dass sie eine Wiederholung nicht dulden werden.

Donnerstag, 06.08.2020, 10:31 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 11:35 Uhr
An dem ungenehmigten Autotreffen in Enschede nahmen sehr viele Deutsche teil.
An dem ungenehmigten Autotreffen in Enschede nahmen sehr viele Deutsche teil. Foto: Robin Hilberink

Die Kommunen in Twente haben spontane Autotreffen untersagt. Am vergangenen Wochenende hatten sich an die 1000 Personen aus der Autotuning-Szene mit etwa 500 Fahrzeugen in der Nähe des Enscheder Fußballstadions versammelt. Abstandsregeln wurden nicht eingehalten. Einige Fahrer zeigten Stunts, es wurden sogenannte Burnouts durchgeführt. Dabei geben die Fahrer bei angezogener Bremse Gas, so dass die Antriebsräder durchdrehen und zu qualmen anfangen. Unter den Teilnehmer des Treffens waren sehr viele Deutsche, die teils weite Anfahrtswege in Kauf genommen hatten. Sie kamen aus dem gesamten Münsterland und darüber hinaus.

Die Behörden waren von dem nicht genehmigten Treffen völlig überrascht worden. Die Polizei griff nicht ein. Weitere Car-Meetings wollen Polizei und die Kommunen in Twente aber auf jeden Fall unterbinden.

Ein Mann aus Enschede, hatte über die sogenannten sozialen Medien zu dem Treffen am Samstag aufgerufen. Die niederländische Polizei hat ihm inzwischen auf den Zahn gefühlt. Ihm wurde klar gemacht, dass es verboten sei, eine derartige Veranstaltung ohne eine Genehmigung zu organisieren. Der Enscheder zeigte sich einsichtig. Er habe nicht voraussehen können, dass der Aufruf auf einen derartigen Widerhall stoßen würde. Er hat inzwischen seine Seite mit weiteren Ankündigungen von Auto-Treffen von Facebook entfernt.

Mittlerweile sind dort aber Ankündigungen anderer Initiatoren für weitere, nicht genehmigte Veranstaltungen veröffentlicht worden, die am kommenden Wochenende in verschiedenen Orten in Twente stattfinden sollen. Die Kommunen kündigten an, dass sie Bußgelder verhängen werden, sollten die Veranstaltungen doch durchgeführt werden. Auch müssten die Organisatoren für die Kosten eines eventuellen Polizeieinsatzes aufkommen.

Die Veranstaltungen sollen verhindert werden, weil die coronabedingten Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Auch die Lärmbelästigung, der Müll und die Übertretung von Verkehrsregeln durch das „Crossen“ und die Stunts würden nicht akzeptiert. Die Kontrollen würden verschärft. „Die Botschaft an potenzielle Besucher oder Teilnehmer lautet daher kurz und knapp: Bleibt weg!“, so die Stadt Enschede.

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