Wählergemeinschaft Pro Bürgerschaft stellt Weichen für die Wahl
Fünf Kernthemen auf dem Programm

Gronau -

Die Wählergemeinschaft Pro Bürgerschaft hat die Weichen für die Kommunalwahl am 13. September gestellt. In geheimer Wahl legten die stimmberechtigten Mitglieder sowohl die Besetzung der Wahlbezirke als auch die Reserveliste fest.

Montag, 10.08.2020, 11:14 Uhr
Ratsmitglied Herbert Krause und Vereinsvorsitzender Michael L. Teuner sehen pro:Bürgerschaft für die Kommunalwahl „gut aufgestellt“. Die Wählergemeinschaft geht mit 20 Kandidaten ins Rennen.
Ratsmitglied Herbert Krause und Vereinsvorsitzender Michael L. Teuner sehen pro:Bürgerschaft für die Kommunalwahl „gut aufgestellt“. Die Wählergemeinschaft geht mit 20 Kandidaten ins Rennen.

Versammlungsleiter Michael L. Teuner hatte gleich zu Anfang zwei gute Nachrichten. Erstens ist es gelungen, 50 Prozent der Wahllokale mit weiblichen Kandidaten zu besetzen. „Daran sollten sich die beiden großen Parteien, die sich aktuell in ,Männer-Polit-Vereine‘ verwandeln, ein Beispiel nehmen.“ Zweitens konnten für alle sieben Eper Wahllokale „echte Eper Urgesteine“ gewonnen werden.

Anschließend fasste Teuner die Themen, auf die sich die Kommunalpolitiker konzentrieren wollen, kurz und knapp zusammen. Für ihre fünf Kernthemen „Wohnen, Arbeiten, Unternehmen, Leben und Genießen in Gronau und Epe “ haben die Verantwortlichen nämlich über 100 Ideen entwickelt. Mit der Unterstützung der Bürger sollen diese nach der Wahl wieder über Pro Bürgerschaft ihren Weg ins Rathaus finden. „Die Themen werden das alltägliche Leben verbessern, beispielsweise durch bezahlbaren Wohnraum für Familien, eine umfassende Gesundheitsversorgung vor Ort, die Wiederbelebung von Freizeitmöglichkeiten, die Verbesserung des Fahrradverkehrs sowie den Aufbau einer deutsch-niederländischen Startup-Szene“, betont Michael L. Teuner.

Ratsmitglied Herbert Krause berichtete, dass in der kommenden Legislaturperiode wichtige Themen zur Entscheidung anstehen. „Das Hertie-Loch hat bis jetzt über 10 Millionen Euro verschlungen, aber ohne Ergebnis“. Kritisch werden auch die „überteuerten Pläne zum Neubau eines dritten und vierten Rathauses“ gesehen. Der Drilandsee werde ebenfalls Thema sein, „auch wenn die Politik das Thema immer wieder vertagt hat, um eine Konfrontation mit der Bürgerschaft zu vermeiden“. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Eper Dorf. Wer das Entwicklungskonzept Epe aus 2003 zur Hand nehme, erkenne, „dass die CDU durch ihre einseitige Klientelpolitik in den letzten 20 Jahren auch viel Schaden angerichtet hat“. Zu allen Punkten will die Wählergemeinschaft deshalb bei der Bürgerschaft verstärkt für ihre Lösungen werben.

Im Zuge der Coronakrise rechnet die Wählergemeinschaft übrigens mit sinkenden Einnahmen „im ein- bis zweistelligen Millionenbereich“, zusätzlich zu den 10 Millionen Minus aus 2020 und 100 Millionen Altschulden. Jede falsche Entscheidung werde den Bürger unmittelbar im Geldbeutel treffen. „Hierzu verhalten sich die Mehrheitsbeschaffer im Rat aktuell verdächtig ruhig“.

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