Machbarkeitsstudie für die frühere Bahnverbindung von Bad Bentheim nach Gronau
Neuer Dampf für Reaktivierung

Gronau -

Die Reaktivierung der Bahnstrecke von Gronau nach Enschede war ein voller Erfolg. Nun soll untersucht werden, ob nicht eine weitere Verbindung wiederbelebt werden kann.

Samstag, 15.08.2020, 10:20 Uhr aktualisiert: 21.08.2020, 09:44 Uhr
Auf Spurensuche in Achterberg: Dort endet die Anfang der 1980er Jahre stillgelegte Strecke von Gildehaus nach Gronau.
Auf Spurensuche in Achterberg: Dort endet die Anfang der 1980er Jahre stillgelegte Strecke von Gildehaus nach Gronau. Foto: Stadt Gronau

Die Reaktivierung von Eisenbahnstrecken hat neuen Dampf bekommen. Auch die frühere Bahnverbindung von Bad Bentheim über Gildehaus nach Gronau ist (wie berichtet) in den Fokus der aktuellen Entwicklungen gerückt. Unter Federführung der Bentheimer Eisenbahn AG aus Nordhorn soll das Institut für Verkehrswesen, Eisenbahnbau und -betrieb der Technischen Universität Braunschweig beauftragt werden, eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung und des Teilneubaus dieser Eisenbahnstrecke zu untersuchen. Im Rahmen dieser Untersuchung wird ebenfalls geprüft, ob und inwieweit ein weiterer Haltepunkt im Gronauer Stadt­osten sinnvoll ist.

 

Die beiden Bürgermeister Rainer Doetkotte (Gronau) und Dr. Volker Pannen (Bad Bentheim) wollen durch die Nord-Süd-Verbindung ihre Städte noch besser zu Knotenpunkten im Eisenbahnnetz ausbauen. Vorteil für Gronau ist die bessere Erreichbarkeit der Strecke Amsterdam nach Berlin oder die gerade neu eröffnete Bahnlinie Richtung Nordhorn und Neuenhaus. Diese soll bis zum Jahr 2024 bis nach Coevorden und Emmen verlängert werden. Für

 

 

die Grafschafter bestünde nach der Reaktivierung dann eine bessere Anbindung über Gronau an das Eisenbahnnetz Richtung Enschede, Münster oder Dortmund.

So haben sich neben den beiden Nachbarstädten viele Partner auf den Weg gemacht, um sich für die Reaktivierung der Bahnstrecke von Gronau nach Bad Bentheim einzusetzen. Zusammen mit dem Kreis Borken, den Zweckverbänden Münsterland und Westfalen-Lippe auf westfälischer Seite sind es auch die Partner aus Niedersachsen, die das Projekt unterstützen.

Der Zeitbedarf für diese Machbarkeitsstudie liegt bei rund drei Monaten. Sobald alle beteiligten Gremien und Verbände getagt haben, kann die Studie in Auftrag gegeben werden. „Aktuell sind die Rahmenbedingungen für derartige Reaktivierungsvorhaben äußerst günstig“, ist Rainer Doetkotte von diesem Bahnprojekt überzeugt. So betont der Gronauer Bürgermeister, dass nicht nur aus Klimaschutzgründen und zur Verbesserung der Mobilität die zusätzlichen Angebote im öffentlichen Nahverkehr erforderlich und geboten sind. Sie entsprechen auch dem Willen, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern. Durch verbesserte und spezielle Förderprogramme des Bundes wird die Reaktivierung derartiger Streckenabschnitte mit 90 Prozent gefördert.

Der Ausschuss für Verkehr, Umwelt, Energie und Tierschutz wird am Montag (17. August, 18 Uhr im Rathaus) von der Verwaltung über den aktuellen Stand des Projekts informiert.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7535388?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Nachrichten-Ticker