Neues Projekt im Rahmen der Unterstützung bei häuslicher Gewalt
Bleiben oder gehen?

Gronau -

Wenn in einer Paarbeziehung aus Streit eine Krise wird und das Zusammenleben im Alltag sich immer schwieriger gestaltet, stellt sich oftmals die Frage, ob eine Trennung eine mögliche Alternative sein kann.

Dienstag, 08.09.2020, 08:07 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 23:32 Uhr
Nicht erst, wenn es zu Gewalt kommt, stellt sich oftmals die Frage, ob eine Trennung in Betracht kommt.
Nicht erst, wenn es zu Gewalt kommt, stellt sich oftmals die Frage, ob eine Trennung in Betracht kommt. Foto: Maurizio Gambarini

Eine Trennung hat erhebliche rechtliche Auswirkungen, es sollte daher sorgsam und überlegt vorgegangen werden.

Häufig zögern betroffene Frauen es jedoch sehr lange hinaus, sich zusätzlich zur psycho-sozialen Beratung auch anwaltliche Unterstützung zu suchen. Ein niedrigschwelliges Angebot wäre sehr sinnvoll, um bei den betroffenen Frauen mögliche Ängste und Unsicherheiten in Verbindung mit einer Trennung abzubauen.

Die Mitarbeiterinnen der Frauenschutzwohnung Gronau bieten gemeinsam mit ihrer Kollegin aus der Beratung bei häuslicher Gewalt ein neues Projekt an, um Frauen eine weitere Hilfestellung zu geben. Sie bieten ein erstes Orientierungsgespräch mit einer Fachanwältin für Familienrecht an, das einen Überblick geben soll. „Die Entscheidung zu einer Trennung wollen und können wir keiner Frau abnehmen. Wir können Frauen aber Schritt für Schritt bei ihrer Entscheidung begleiten“, so der SkF. Für das neue Projekt wurde Rechtsanwältin Melanie Reichert-Riese von der Kanzlei Bierschenk, Hagemann und Kollegen gewonnen.

Am 16. September (Mittwoch) startet das neue Angebot, das zukünftig alle drei Monate stattfinden soll. Veranstaltungsort sind die Räume des SkF, Laubstiege 13a in Gronau. Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen und Terminvereinbarungen unter   02562 817340 oder 817355.

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