Grundstein für die neue Wittekindshofer Johannesschule gelegt
Beton für 53 Einfamilienhäuser

Gronau -

2900 Kubikmeter Beton werden an der neuen Johannesschule der Diakonischen Stiftung Wittekindshof verbaut. „Das entspricht etwa 53 Einfamilienhäusern“, führte der zuständige Ressortleiter Diakon Reiner Breder bei der Grundsteinlegung für die Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige sowie körperliche und motorische Entwicklung aus.

Dienstag, 08.09.2020, 18:32 Uhr
Grundstein für die neue Förderschule: Landrat Dr. Kai Zwicker (von links), Wittekindshofer Vorstandssprecher Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke und Bürgermeister Rainer Doetkotte legen die Zeitkapsel in das vorgesehene Loch und mauern sie anschließend
Grundstein für die neue Förderschule: Landrat Dr. Kai Zwicker (von links), Wittekindshofer Vorstandssprecher Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke und Bürgermeister Rainer Doetkotte legen die Zeitkapsel in das vorgesehene Loch und mauern sie anschließend Foto: Jacqueline Patzer

. Mit dem Kellerbau sowie zwei der insgesamt vier Bauabschnitte des Untergeschosses ist begonnen worden. Alles läuft nach Zeitplan.

„In den letzten Jahrzehnten gab es viele Themen, die der Wittekindshof mit dem Kreis Borken zu beraten hatte. Und dort gab es immer ein offenes Ohr für Anliegen, in denen es um Bildung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen ging. Wir ständen heute nicht hier, wenn der Kreis Borken sich dieses Projektes nicht angenommen hätte“, betonte Diakon Breder . Wie wichtig der Neubau der Förderschule sei, führte Schulleiter Jörg Hunschede aus: „Wir haben lange mit großen Mängeln an räumlichen Möglichkeiten und Ausstattung arbeiten müssen. Nun entsteht hier endlich das, was wir uns lange erhofft haben: neue Klassen- und Fachräume und ein Lehrerzimmer. Uns ist bewusst, dass diese neuen Wände nicht von alleine eine bessere Förderung oder einen besseren Unterricht bedeuten. Aber die neuen Räume werden viele Lernangebote ermöglichen, die bisher aufgrund zu hoher Hürden nicht stattfinden konnten.“ Das Kollegium sowie die Schülerschaft freuten sich auf die neue Johannesschule und alle beobachteten den Baufortschritt jeden Tag interessiert. Das führte zu einer kreativen Idee: „Wie bunt eine Förderschule aussehen kann, wird deutlich bei unserem Schul-Malwettbewerb, den wir zur Grundsteinlegung ausgeschrieben haben.“

Das Siegerbild legten die Schülervertretung Dilara Radink und Walter Schmidt mit in die Zeitkapsel. Ebenso die Grundsteinurkunde, die Schmidt mit Breder verlas, sowie allerlei Symbole – etwa ein Stück Kreide, „in der Hoffnung,dass die Kreidezeit nun bald vorbei ist“, sagte Lehrerin Monika Fabian, und etwas Glitzer: „Glitzer geht immer!“ Gronaus Bürgermeister Rainer Doetkotte legte spontan noch einen Anstecker mit dem Gronauer Stadtwappen in die Grundsteinrolle: „Ich bin mit dem Wittekindshof groß geworden. Mein Elternhaus steht unweit entfernt. Ich freue mich, dass der Wittekindshof hier im Ort nun weiter wächst.“ Landrat Dr. Kai Zwicker dankte ebenfalls für das Engagement aller Beteiligten: „Die Johannesschule erfüllt einen wichtigen Zweck im Norden des Kreises Borken und ist dem Kreis eine Menge wert, daher unterstützen wir den Neubau finanziell.“

Dass es aber nicht nur auf materielle Grundlagen, wie den festen Untergrund und das benötigte Geld ankommt, betonte der Wittekindshofer Vorstandssprecher Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke: „‘Einen anderen Grund kann niemand legen außerdem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus‘, heißt es im ersten Korintherbrief des Paulus‘. Was also zählt, sind die ideellen Grundlagen, ohne diese wird der Bau keinen Bestand haben.“

Einen kurzen Einblick in die Planungsphase gab Diplom-Ingenieur und Architekt Bernd Niehoff vom Gronauer Familienunternehmen Hoff und Partner, das die neue Johannesschule geplant hat. „2017 gab es erste Entwürfe, die ich mit der ehemaligen Schulleiterin Jutta Thier-Mechelhoff entwickelt hatte. 2018 folgte die Bauvoranfrage bei der Stadt Gronau, die schnell positiv entschieden wurde. Und heute stehen wir hier nun schon zur Grundsteinlegung.“ Auch Thier-Mechelhoff war als Ehrengast neben Vertretern aus Politik, Verwaltung und Elternvertretung zur Grundsteinlegung gekommen. Sie hatte über Jahre hinweg diverse Planungen zur Johannesschule begleitet: „Jetzt hier zu stehen und erleben zu können, dass unsere Träume und Pläne, aller Einsatz und unsere Hartnäckigkeit nun fassbare und erlebbare Realität werden, macht meine Freude wiederum unfassbar.“

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