Aktionskreis Pater Beda bittet weiter um Spenden für Lebensmittelpakete
„Unsere Freunde warten auf Hilfe“

Gronau/Bardel -

Die Idee stammt noch von Pater Beda selbst – heute sind alle 33 Partnerorganisationen des Aktionskreises Pater Beda in dem großen Netzwerk Solivida – Solidarität und Leben zusammengeschlossen. Doch derzeit gibt es nicht zuletzt durch Corona Rückschläge. Sogar der Hunger kommt zurück in den Nordosten Brasiliens, wo der Aktionskreis und seine Partnerorganisationen tätig sind.

Dienstag, 22.09.2020, 18:25 Uhr aktualisiert: 29.09.2020, 13:55 Uhr
Im Nordosten Brasiliens werden wieder Lebensmittelpakete an Bedürftige Familien ausgegeben.
Im Nordosten Brasiliens werden wieder Lebensmittelpakete an Bedürftige Familien ausgegeben. Foto: Aktionskreis Pater Beda

Das geht aus einem Bericht des Aktionskreises mit Sitz in Bardel hervor.

Die Partnerorganisationen treffen sich regelmäßig, und es gibt einen intensiven Austausch von Erfahrungen – zurzeit jedoch nur online. Und schlimmer noch: Wegen Corona sind die Initiativen, Institutionen und Projekte geschlossen. Schon seit März.

„Jetzt gehen unsere Partner zu den Menschen, zu den Familien und zu den Kindern. So hält man den Kontakt und versucht sicherzustellen, dass vieles über Youtube und Whats­app an Unterricht, Sport und Bewegung stattfinden kann“, berichtet der Aktionskreis. „Und die Hilfe durch die Lebensmittelpakete hat sich bewährt. Denn ohne Schule und Sozialprojekt fehlt auch das wichtigste für viele der Armen: die regelmäßigen Mahlzeiten.“ Der Aktionskreis Pater Beda versucht nunmehr durch die gemeinsame Aktion „Wer Hunger hat, kann nicht warten“ auf diese Situation in Nordost-Brasilien aufmerksam zu machen und gleichzeitig Spenden zu sammeln, um den Kauf und die Verteilung von Lebensmittelpaketen zu ermöglichen. 30 Euro reichen aus, eine Familie für eine Woche lang mit Lebensmittel und Hygieneartikel zu versorgen.

„Wir haben diese Aktionen an fast allen Standorten der verschiedenen Institutionen durchgeführt, mit großem Erfolg und großer Dankbarkeit vonseiten der Partner und der begünstigten Familien. Jedoch muss es unbedingt weitergehen, deshalb dieser Aufruf und diese Bitte um weitere Spenden.“ An einigen Orten in Brasilien habe die Initiative „Wer Hunger hat, kann nicht warten“ bereits andere Personen, Firmen oder Vereine inspiriert, gleiches zu unternehmen.

„Der Staat hat viel versprochen, aber die Hilfe kommt oft nicht an. Nun will man jede Familie mit umgerechnet nur noch 50 Euro monatlich unterstützen. Vorgesehen waren jedoch zunächst 100 Euro. Staatspräsident Bolsonaro spielt mit den Menschen, und viele sind verunsichert.“ Die Corona-Zahlen in Brasilien Mitte September: 135 000 Tote und 4,5 Millionen Infizierte (bei gut 211 Millionen Einwohnern.

Spendenkonto: DKM - Darlehenskasse Münster, IBAN: DE51400602650022444200, Stichwort: Lebensmittelpakete.

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