15 Mitglieder verlassen das Gremium
Verlängerte Ratsperiode geht zu Ende

Gronau -

Die Ratsperiode geht an diesem Samstag zu Ende. Damit verlassen 15 teils langjährige Ratsmitglieder das Stadtparlament.

Samstag, 31.10.2020, 06:17 Uhr aktualisiert: 31.10.2020, 06:20 Uhr
Unter den zum 31. Oktober ausscheidenden Ratsmitgliedern befindet sich auch der erste stellvertretende Bürgermeister Christian Post.
Unter den zum 31. Oktober ausscheidenden Ratsmitgliedern befindet sich auch der erste stellvertretende Bürgermeister Christian Post. Foto: privat

Eigentlich dauert eine Wahlperiode für den Stadtrat fünf Jahre. Die am heutigen Samstag endende dauerte sogar über sechs, da nach einer Gesetzesänderung jetzt wieder die Räte und die Bürgermeister an einem Termin von den Bürgern bestimmt werden sollen. Verbunden mit dem Ende der Legislaturperiode ist in Gronau das Ausscheiden von 15 zum Teil langjährigen Mitgliedern, von denen einige nicht erneut kandidiert oder den Einzug in den neuen Rat verpasst haben. Der wird am kommenden Mittwoch (4. November) offiziell seine Arbeit aufnehmen.

In der vorherigen Periode waren die ausgeschiedenen Ratsmitglieder in der letzten Sitzung des Kalenderjahres offiziell verabschiedet worden. Wie das dieses Mal konkret gehandhabt werden soll, darüber ist im Rathaus angesichts der sich ständig verändernden Pandemielage noch keine endgültige Entscheidung gefallen. „Ich kann mir auch gut vorstellen, dass dies erst mit etwas zeitlichem Abstand im neuen Jahr erfolgen wird“, erklärt Bürgermeister Rainer Doetkotte auf Anfrage unserer Zeitung und verweist darauf, dass vor sechs Jahren die Verabschiedung zum Jahresende erfolgte und die Wahlen bereits im Mai und nicht erst im September stattfanden. „ Da lagen auch ein paar Monate dazwischen.“ Man wolle sich auf jeden Fall etwas einfallen lassen, um den ehrenamtlichen Politikern einen angemessenen Abschied zu bereiten.

Ob der Abschied aus dem Ratsmandat auch ein Abschied aus der Ratspolitik sein wird, dies wird sich zum Teil erst in der kommenden Woche klären. In der ersten Sitzung steht nach der offiziellen Verpflichtung der neuen Stadtvertreter nicht nur die Wahl und Einführung der stellvertretenden Bürgermeister auf der Tagesordnung. Es werden auch die Fachausschüsse des Rats gebildet, über deren Größe und Zusammensetzung der neue Rat befinden muss.

Da den Ausschüssen neben den Ratsmitgliedern auch Sachkundige Bürger angehören, können dort noch ausgeschiedene Mitglieder berücksichtigt werden – und dann doch nicht aus dem aktiven politischen Geschehen ausscheiden.

Von seinem Amt Abschied nehmen wird auf jeden Fall Christian Post als erster Stellvertreter des Bürgermeisters. Dieses Amt hatte er nach der Wahl Rainer Doetkottes zum Bürgermeister seit April 2019 inne. Da das CDU-Mitglied für den neuen Rat nicht mehr kandidiert hat, kann er zukünftig in dieser Position nicht mehr tätig sein.

Die beiden weiteren stellvertretenden Bürgermeister Werner Bajorath (SPD) und Birgit Tegetmeyer ( CDU ) gehören auch dem neuen Gremium an und könnten auch zukünftig die Stadt nach außen repräsentieren. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob es auch zukünftig drei Stellvertreter geben und wer dieses Amt übernehmen wird.

Neben Post scheiden aus der CDU-Fraktion Johannes Böcker, Marianne Fleck, Anne-Kathrin John und Burkhard John aus. In der neuen Ratsriege der SPD sind Lydia Bajorath, Dr. Chris Breuer, Margot Brügger, Hans-Ekkehardt Hübler, Olaf Jürgens, Kurt Rehbein und Matthias Wittland nicht mehr aktiv.

Weiter gehören Josef Rörick (UWG), Stephan Strestik (Pro Bürgerschaft/Piraten) und Suat Dal (Die Linke) dem neuen Rat nicht mehr an.

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