Besuchsverbot im St.-Antonius-Hospital
„Frische“ Väter sind ausgenommen

Gronau -

Ein generelles Besuchsverbot für Besucher von Patienten im St.-Antonius-Hospital Gronau gilt erneut ab Montag (2. November). Die weiter steigende Zahl von Neuinfektionen im Kreis Borken macht diesen Schritt leider notwendig, heißt es in einer Mitteilung des Hospitals.

Samstag, 31.10.2020, 08:04 Uhr aktualisiert: 31.10.2020, 08:10 Uhr
Christin und Conrad Cantzen mit Sohn Jonte, der am 1. September kerngesund im Gronauer Kreißsaal zur Welt kam. Wie in ihrem Fall, dürfen auch in den nächsten Wochen Väter bei der Entbindung dabei sein und Mutter und Kind besuchen.
Christin und Conrad Cantzen mit Sohn Jonte, der am 1. September kerngesund im Gronauer Kreißsaal zur Welt kam. Wie in ihrem Fall, dürfen auch in den nächsten Wochen Väter bei der Entbindung dabei sein und Mutter und Kind besuchen. Foto: Ansgar Hoeing

Grundlage für diese Sicherheitsmaßnahme sind die Forderungen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW nach weitreichenden Maßnahmen zum Schutz von Gesundheitseinrichtungen.

Das Besuchsverbot gilt für alle Bereiche des Krankenhauses, in denen es keine medizinische, palliativmedizinische oder soziale Notwendigkeit gibt. Vätern ist weiterhin gestattet, bei der Geburt dabei zu sein und Mutter und Kind zu besuchen. Ebenso sind Besuche auf der Palliativstation nach ärztlicher Genehmigung möglich.

Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Sorgfalt

Mit der Maßnahme soll verhindert werden, dass – trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen – unentdeckte Corona-Infektionen in das Haus getragen werden könnten. Vorgesehen ist, dass das Besuchsverbot mindestens so lange gelten soll, wie der Inzidenzwert im Kreis Borken über 100 liegt. Ist der Wert länger als sieben Tage infolge unterschritten, könnte eventuell wieder die bisher gültige eingeschränkte Besuchsregelung gelten, teilt das Hospital weiter mit.

„Wir konnten mit unseren bisherigen Maßnahmen verhindern, dass das Virus unentdeckt in unser Haus eingetragen wurde. Ein großes Dankeschön für die Kooperation und das Verständnis geht an dieser Stelle an alle Patienten, deren Angehörige und unsere Mitarbeitenden“, erklärt Geschäftsführer Christoph Bröcker . „Wir wissen, wie schwer diese Situation für unsere Patienten und deren Angehörige ist. Die derzeitige Lage erfordert aber ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Sorgfalt zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter, aber auch der Besucher selbst. Derzeit läuft der Krankenhausbetrieb geregelt und ohne Störungen. Dies gilt es, mit allen Kräften aufrechtzuerhalten und da kann jeder seinen Beitrag zu leisten, auch wenn es schwerfällt und schmerzt“, erklärt Christoph Bröcker.

Sekretariate helfen bei Unsicherheiten

Das Besuchsverbot hat keinen Einfluss auf die ambulante und stationäre medizinische Versorgung. Sowohl geplante Aufnahmen und elektive Eingriffe, als auch die Notfallversorgung können ohne Einschränkungen durchgeführt werden. Bei Unsicherheiten stehen die jeweiligen Sekretariate der Fachabteilungen beratend zur Verfügung.

Während des Besuchsverbotes ist die Nutzung von W-Lan, Telefon und Fernsehen kostenlos, um den Patienten den Aufenthalt etwas zu erleichtern. Wäsche und persönliche Gegenstände können am Haupteingang abgegeben werden und werden zu den Patienten weitergeleitet. Dazu sollte ein Etikett an der Tasche angebracht werden, welches den vollen Namen und das Geburtsdatum des Patienten sowie eine Telefonnummer der Bezugsperson enthält.

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