Bodendenkmalpfleger aktiv
Hofstelle Markenfort unter der Lupe

Gronau -

Die Lage ist exponiert, die Erwartungshaltung deshalb nicht unbegründet: Bevor aus der Hofstelle Markenfort ein Neubaugebiet wird, werden die Bodendenkmalpfleger dort aktiv. Mit feinen Werkzeugen begeben sie sich auf Spurensuche.

Montag, 09.11.2020, 07:40 Uhr
Auf dem Areal der Hofstelle Markenfort steht auch diese Kapelle.
Auf dem Areal der Hofstelle Markenfort steht auch diese Kapelle. Foto: Stadt Gronau

Im Zuge der Behördenbeteiligung für das neue städtische Baugebiet westlich des Schwartenkamp (ehemalige Hofstelle Markenfort) hatte der LWL darauf hingewiesen, dass hier mit Hinterlassenschaften aus der Vergangenheit zu rechnen ist.

Funde seit der Mittelsteinzeit möglich

In einer Stellungnahme zur Bauleitplanung der Stadt teilte die LWL-Archäologie mit, dass „das Areal als trockener Sporn in Hochlage am Rande größerer Feuchtgebiete liegt. Solche Lagen waren zu allen vor- und frühgeschichtlichen Zeiten als Siedlungs- und Aktionsflächen außerordentlich begehrt, sodass hier mit archäologischer Substanz aus unterschiedlichen Zeiten seit der Mittelsteinzeit gerechnet werden muss.“

Deshalb sondieren die Archäologen den Boden des Gebiets ab Montag. Zunächst wird mit schwerem Gerät der Oberboden abgeschoben, bevor die Fachleute die freigelegten Bodenschichten mit feineren Werkzeugen bearbeiten.

Dauer noch unbestimmt

Die Dauer der Untersuchungen hängt davon ab, ob die Archäologen etwas finden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

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