„Menschen in Not“ bittet um Unterstützung
Hilfe nicht nur zur Weihnachtszeit

Gronau -

Nach über 30 Jahren steht die „Offene Weihnacht“ des Vereins Menschen in Not erstmals auf der Kippe. Doch neben der bekanntesten Aktion des Vereins sind die Aktiven auch in vielen weiteren Projekten engagiert. Diese zu unterstützen, ist ganz einfach.

Donnerstag, 19.11.2020, 09:09 Uhr
Eine Mahlzeit in Gemeinschaft erwartet die Teilnehmer der „Offenen Weihnacht“.
Eine Mahlzeit in Gemeinschaft erwartet die Teilnehmer der „Offenen Weihnacht“. Foto: Rainer Jensen

Die „Offene Weihnacht“ ist seit über 30 Jahren an Heiligabend Treffpunkt für alleinstehende, ältere oder bedürftige Mitbürger. Der Verein Menschen in Not (MiN) lädt sie ein, gemeinsam ein paar Stunden zu verbringen. Eine Mahlzeit gibt es außerdem. Ob die Veranstaltung in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie stattfinden kann, ist derzeit noch fraglich. Dennoch bittet der Verein um finanzielle Unterstützung. Denn er hilft nicht nur zur Weihnachtszeit.

Alleinerziehende und deren Kinder, Hartz-IV-Empfänger und Menschen mit niedriger Rente werden unbürokratisch unterstützt. Wer Hilfe benötigt, kann sich während der Sprechstunden melden. Ehrenamtliche Mitarbeiter entscheiden über die Höhe der Hilfe. Das kann z. B. das Ticket für die Bahnfahrt einer Mutter zu ihrem Kind in einer auswärtigen Klinik sein oder Geld für die Reparatur einer defekten Waschmaschine.

Der Verein initiiert in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Kinder, Jugend und Familie der Stadt Gronau ein neues Projekt. Es soll Familien, die in ihren Erziehungsaufgaben überfordert sind, unterstützen. Wachsende materielle Not, Partnerschaftsprobleme, zerbrochene Familienstrukturen, Einsamkeit, Überforderung und Existenzängste prägen ihre Lebenssituation. Plötzlich auftretende finanzielle Probleme kann der Verein abfedern, wenn das staatliche Sozialsystem keine angemessenen Hilfen vorhält.

Die betroffenen Familien werden über die Kindertagesstätten, die freien Träger der Jugendhilfe, Jugendzentren, Streetwork, Schulsozialarbeit, Hebammen usw. erreicht. Außerdem plant MiN ein Seniorenprojekt, an dessen Umsetzung derzeit intensiv gearbeitet wird.

„Menschen in Not“ finanziert sich zu 100 Prozent aus Spenden und ist nur lokal tätig. MiN kooperiert mit der Chance und der Schuldner- und Drogenberatung.

Erreichbar ist der Verein per E-Mail (menschenin not@outlook.de) oder telefonisch,  0151 14072700. Die Sprechstunden sind mittwochs von 10 bis 12.30 Uhr im Walter-Thiemann-Haus, Kellergeschoss (Eingang an der Rückseite). Derzeit werden die Sprechstundentermine von 10 bis 10.30 Uhr vergeben. Es besteht Maskenpflicht.

 

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