Morgensternsiedlung
Platz nach Grete Kusber benannt

Gronau -

Im August hatte der Fachausschuss auf Antrag des Kurdisch-Deutschen Freundschaftskreises Münsterland einstimmig beschlossen, den Platz in der Morgensternsiedlung nach Grete Kusber zu benennen.

Sonntag, 22.11.2020, 17:20 Uhr aktualisiert: 24.11.2020, 12:06 Uhr
Am Grete-Kusber-Platz informiert nun auch ein Schild über die Gronauerin, die in der Nazi-Zeit als Widerstandskämpferin aktiv war.
Am Grete-Kusber-Platz informiert nun auch ein Schild über die Gronauerin, die in der Nazi-Zeit als Widerstandskämpferin aktiv war. Foto: Stadt Gronau

Im August hatte der Fachausschuss auf Antrag des Kurdisch-Deutschen Freundschaftskreises Münsterland einstimmig beschlossen, den Platz in der Morgensternsiedlung nach Grete Kusber zu benennen.

Die Stadt Gronau hat ein Schild mit einem Foto und einer Beschreibung zu Grete Kusber anfertigen lassen und nun in der Morgensternsiedlung aufgestellt.

Dieses Informationsschild hat die Stadt neben dem Platz aufgestellt.

Dieses Informationsschild hat die Stadt neben dem Platz aufgestellt. Foto: Stadt Gronau

In der Siedlung erinnern an mehreren Stellen Stolpersteine an die seinerzeit dort lebenden Widerstandskämpfer der NS-Zeit. Eine der zentralen Figuren des Gronauer Widerstands war Grete Kusber, die als Mitglied der verbotenen und verfolgten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) zwischen 1933 und 1940 auf beiden Seiten der Grenze als Kurierin tätig war.

Grete Kusber engagierte sich nach dem Krieg in dem deutsch-niederländischen Friedenskomitee „nooit meer – nie wieder“. Ihre Widerstandstätigkeit wurde unter anderem in der Enscheder Ausstellung 1981 „Verzet – Widerstand“ dargestellt. Margarete (Grete) Kusber starb im Alter von 80 Jahren in Gronau.

Postalisch ändert sich in dem Bereich nichts, sodass Änderungen von Adressen nicht erforderlich sind, teilt die Stadt abschließend mit.

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