SG-Gelände
Kunstrasenplatz bietet auch stadt- und sozialplanerisch einen Mehrwert

Gronau -

Sport verbindet - dieser Aspekt spielt beim Förderantrag für einen Kunstrasenplatz der SG eine wichtige Rolle. Da der Verein in dem wachsenden Viertel im Nordwesten der Stadt sehr aktiv ist, hofft die Stadt auf finanzielle Unterstützung für die Investition aus einem Förderprogramm.

Donnerstag, 26.11.2020, 09:04 Uhr aktualisiert: 26.11.2020, 09:10 Uhr
Auf dem Sportgelände der SG an der Friedrich-Harkort-Straße soll ein Kunstrasenplatz gebaut werden.
Auf dem Sportgelände der SG an der Friedrich-Harkort-Straße soll ein Kunstrasenplatz gebaut werden. Foto: Martin Borck

Ein Kunstrasenplatz kann mehr sein als er zunächst scheint. Ja: Vordergründig wird auf ihm Fußball gespielt, wenn die anderen Flächen witterungsbedingt nicht zur Verfügung stehen. Dem Sportgelände an der Friedrich-Harkort-Straße im Nordwesten Gronaus messen die Politiker im Sportausschuss jedoch eine wesentlich höhere Bedeutung zu als eine rein sportplanerische: Auch stadt- und sozialplanerisch biete der Bau eines Kunstrasenplatzes an dieser Stelle einen hohen Mehrwert.

Genau dieser Aspekt soll im Antrag der Stadt für das Programm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ betont werden. Die SG Gronau, die die Sportanlage nutzt, sehe sich in einer besonderen Verantwortung für das Stadtviertel. Er mache sich nicht nur um die Integration zahlreicher Ethnien im Verein verdient – so nutzt zum Beispiel auch der aramäische Verein Turo d’Izlo den Platz; der Verein wolle zudem mit dem Wittekindshof kooperieren. An der Einrichtung für körperlich und geistig Benachteiligte wiederum wird eine Dreifach-Sporthalle gebaut. Die Stadt erwartet durch diese Zusammenarbeit einen inklusiven Schub für das Quartier.

Herbert Krause (Pro Bürgerschaft) lobte denn auch die Verwaltung für die Vorlage. „Es sollte aber auch die Förderschule in dem Antrag benannt werden“, regte er an. Die Johannesschule habe immerhin 120 Schülerinnen und Schüler. Auch Werner Hölscher vom Stadtsportverband und UWG-Sprecher Josef Rörick („Eine gute Perspektive für die Jugendarbeit“) äußerten sich positiv über den Ansatz.

Bedenken hatte Marita Wagner (Linke/GAL): Kunstrasenplätze seien wegen der Mikroplastik-Problematik kritisch zu sehen. Sie mahnte an, die neuesten Entwicklungen zu berücksichtigen, die Kork oder Quarzsand als Alternative vorsehen. Die Sorgen versuchte Manfred Lenz (CDU) zu nehmen, der davon ausging, dass Plätze mit Kunststoff- und Gummimischungen sowieso nicht mehr gefördert würden.

Auf Frage von Linsey Meyer-Kernebeck (SPD) erläuterte die Erste Beigeordnete Sandra Cichon, dass die Kosten auf 750 000 Euro angesetzt sind. Sollte der Förderantrag positiv beschieden werden, werden 90 Prozent bezuschusst. Von den restlichen 75.000 Euro würde die Stadt auf Antrag 75 Prozent übernehmen, die SG müsste 25 Prozent selbst tragen.

Dem Beschlussentwurf, den Investitionsansatz für die Errichtung des Kunstrasenplatzes auf die erforderlichen 750 000 Euro zu erhöhen und dafür den Förderantrag zu stellen, stimmten die Ausschussmitglieder schließlich einstimmig zu.

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