Artenschutzrechtliche Untersuchungen werden derzeit aktualisiert
Drei Varianten für die Ostumgehung Epe

Epe -

Drei Varianten gibt es für die geplante Ostumgehung von Epe. Die neue Straße (K 59 neu) soll die Nienborger mit der Steinfurter Straße verbinden und dafür sorgen, dass weniger Schwerlastverkehr durch den Eper Ortskern fährt.

Freitag, 27.11.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 19:07 Uhr

 

Die erste Variante der K 59n führt durch die Straße Füchtenfeld, schwenkt nach 1200 Metern nach links und führt von dort aus geradeaus über die Füchter Straße und den Metelener Damm Richtung Steinfurter Straße, wo sie in Höhe des Berger Landwegs endet. Die Trasse ist 3065 Meter lang.

Variante zwei startet etwa 300 Meter weiter Richtung Nienborg schräg gegenüber Kötter-Mers. Sie führt parallel zur Straße Füchtenfeld, macht nach rund 800 Metern eine Kurve nach links, läuft etwa 2000 Meter geradeaus (teils über dieselbe Trasse wie Variante 1) und führt dann in einem S-förmigen Bogen auf die Steinfurter Straße in Höhe der Auffahrt der B 54. Diese Trasse ist 3700 Meter lang.

Ausgangspunkt der Variante drei ist in Höhe des Starts der Variante zwei. Sie führt weiter südlich mit einigen sanften Kurven durch die Windzone ebenfalls zur Auffahrt der B 54 an der Steinfurter Straße. Diese Variante ist mit 3970 Metern die längste.

Derzeit, so Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick im Fachausschuss, werden die artenschutzrechtlichen Untersuchungen aktualisiert. Die Untersuchung wird 2021 abgeschlossen. Der Ankauf von Flächen habe bereits begonnen, so dass mit einem Unternehmensflurbereinigungsverfahren begonnen werden könne.

„Für uns sind die Varianten eins und zwei maßgeblich“, gab Volker Himmel die Wasserstandsmeldung für die CDU ab. Er bekam Zustimmung von Norbert Ricking (SPD), der die beiden ebenfalls eher als die dritte Variante sah. Man müsse aber die Artenschutzuntersuchung abwarten.

Auch für Susanne Reinhoffer (UWG) schien Variante drei am wenigsten plausibel. Über die Variante zwei werde das Gewerbegebiet am besten angeschlossen.

Groß-Holtick gab zu bedenken, dass Naturschützer die Variante drei favorisierten. Man müsse zudem berücksichtigen, welche Variante am wenigsten Menschen beeinträchtige.

Einfach Schilder aufzustellen, die die Durchfahrt des Eper Ortskerns für Lkw verbieten, wie Franz Bakenecker (WEG) vorschlug, sei nicht möglich. „Da bräuchten Sie schon eine gute Rechtfertigung, warum auf gut ausgebauten Land- und Kreisstraßen kein Lkw fahren darf.“ Der Stadtbaurat schätzt, dass die Ergebnisse der artenschutzrechtlichen Prüfung in einem Jahr vorliegt, dann der Planungsprozess beginnt und in etwa drei Jahren eine Entscheidung vorliegt.

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