Impfungen im Krankenhaus müssen verschoben werden
Impfstopp trifft Antonius-Hospital schmerzhaft

Gronau -

Der Lieferstopp des Impfstoffs kam abrupt und unerwartet: Auch im St.-Antonius-Hospital müssen geplante und vorbereitete Impfungen des Personals verschoben werden.

Mittwoch, 20.01.2021, 15:24 Uhr aktualisiert: 20.01.2021, 16:14 Uhr
Am Dienstag war die Impfaktion im St.-Antonius-Hospital erfolgreich gestartet – nun kommt es zu einem vorläufigen Stopp.
Am Dienstag war die Impfaktion im St.-Antonius-Hospital erfolgreich gestartet – nun kommt es zu einem vorläufigen Stopp.

Die Impfung der Mitarbeitenden im St.-Antonius-Hospital Gronau war mit rund 200 Impfungen in dieser Woche gut angelaufen – jetzt kommt es zwangsläufig zu Verzögerungen, bzw. Verschiebungen. Im Antonius-Hospital kommt der Impfstoff von Biontech/ Pfizer zum Einsatz. Es wurde bekannt, dass es durch einen geplanten Umbau der Produktionsstätte in Belgien zu Lieferengpässen kommt. Infolgedessen können lange geplante Impfungen nicht stattfinden. Vor dem 1. Februar kann kein weiterer Impfstoff bestellt werden. Im St.-Antonius-Hospital sind rund 70 Mitarbeitende der risikoreichsten Gruppe von der Verschiebung betroffen.

Das trifft uns schmerzhaft.

Jens Breer, kaufmännischer Leiter des St.-Antonius-Hospitals

„Das trifft uns schmerzhaft“, beschreibt Jens Breer , kaufmännischer Leiter, die Situation im Krankenhaus. „Es ist nicht vermittelbar, dass nicht alle Mitarbeitende, die in den Hochrisikobereichen Isolier- und Intensivstation tätig sind, im ersten Durchgang geimpft werden können. Das wirft uns stark zurück“, erklärt er. „Wir haben uns darauf verlassen, dass unserem Stufenplan entsprechend alle Mitarbeitenden, die in direktem Kontakt mit den erkrankten Patienten stehen, durchgeimpft werden. Unsere Planungen waren und sind sehr umfangreich und detailliert. Manch einer hat den Impftermin solidarisch getauscht, um es anderen Kollegen zu ermöglichen, geimpft werden zu können“, beschreibt Breer. „Die Impfung zu organisieren und mit eigenen Mitarbeitenden durchzuführen ist ein gewaltiger organisatorischer Aufwand für das Krankenhaus. Jede Eventualität wurde im Vorfeld berücksichtigt. So wurden etwa die Schichten aufgeteilt, um zu verhindern, dass es durch etwaige Ausfälle zu ernsthaften Störungen in der Versorgung kommt. Für ein Krankenhaus, welches den Betrieb ohne Einschränkungen aufrechterhalten muss, ist das ein gewaltiger Kraftakt. Dass aber von jetzt auf gleich die gemachten Zusagen nicht eingehalten werden können, ist absolut inakzeptabel. So geht Vertrauen verloren, welches wir alle sehr nötig brauchen.“

Wie weiter geplant werden kann, hängt jetzt von den weiteren Lieferungen ab. Fest steht, dass vor Anfang Februar keine Planungs- und Liefersicherheit zu erwarten ist.

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