Zwischen 21 Uhr und 4.30 Uhr
Ausgangssperre in den Niederlanden

Gronau/Enschede -

In den Niederlanden gilt von Samstag (23. Januar) an bis voraussichtlich zum 9. Februar eine Ausgangssperre. Zwischen 21 Uhr und 4.30 Uhr darf niemand mehr seine Wohnung ohne triftigen Grund verlassen. Mitglieder eines Haushalts dürfen pro Tag nur noch eine Person empfangen. Geschäfte, Schulen und Gaststätten bleiben weiterhin geschlossen.

Freitag, 22.01.2021, 13:10 Uhr aktualisiert: 22.01.2021, 18:06 Uhr
Ministerpräsident Mark Rutte bei der Debatte um Coronamaßnahmen am Donnerstag im Parlament.
Ministerpräsident Mark Rutte bei der Debatte um Coronamaßnahmen am Donnerstag im Parlament. Foto: imago images/ANP

 

Ausnahmen von der Ausgangssperre gelten für Arbeitnehmer auf dem Weg von oder zur Arbeitsstelle, pflegende Angehörige, und natürlich medizinische Notfälle. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 95 Euro belegt. Ministerpräsident Mark Rutte kündigte an, dass die Polizei das Verbot durchsetzen werde.

Seit Ende Dezember gilt in den Niederlanden eine Neuregelung für Reisende u.a. aus Deutschland. Für die meisten Menschen in den Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen ändert sich aufgrund von Ausnahmebestimmungen jedoch wenig. Nach der nordrhein-westfälischen Einreiseverordnung sind grenzüberschreitende Kurzaufenthalte bis zu 24 Stunden ohne Testpflicht erlaubt. In den Niederlanden gibt es keine Zeitbegrenzung für den „kleinen Grenzverkehr“, innerhalb einer 30-Kilometer-Zone gilt weiterhin Reisefreiheit ohne Testpflicht. Die Grenzen bleiben geöffnet.

Wer aber mit dem Flugzeug, einem internationalen Zug (IC oder ICE) oder mit dem Fernbus in die Niederlande einreist, muss einen höchstens 72 Stunden alten PCR-Test mit negativem Ergebnis vorweisen können. Die Testbescheinigung wird bereits vor Abfahrt kontrolliert.

Von der Testpflicht befreit sind Reisende mit Auto, Motorrad oder Fahrrad sowie Fußgänger. Für den öffentlichen Nahverkehr besteht ebenfalls keine Testpflicht. Bei Zug- oder Busreisen (Maskenpflicht!) gilt die Testpflicht nur dann, wenn die Reise weiter als 30 Kilometer in das Landesinnere führt. Fahrten in Grenzstädte wie Enschede, Losser oder Haaksbergen bleiben damit weiterhin möglich. Grundsätzlich keiner Testpflicht unterliegen zudem Grenzpendler zur Arbeit oder zum Studium, ebenso wenig wie zum Beispiel Lkw-Fahrer.

 

 

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