Liesel Eichenwald
Von Epe über Westerbork nach Auschwitz

Epe -

Liesel Eichenwald hat eine Kindheit gehabt, die von den Unmenschlichkeiten des Nazi-Regimes gekennzeichnet sind. Ein unbeschwertes Aufwachsen in Freiheit blieb ihr verwehrt. Der Freundeskreises Alte Synagoge Epe gibt ihr ein Gesicht. Von Rudolf Nacke
Mittwoch, 27.01.2021, 06:50 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.01.2021, 06:50 Uhr
Das Bild aus dem Archiv Westerbork zeigt Liesel Eichenwald. Sie wurde am 3. Januar 1936 in Epe geboren. Mit acht Jahren wurde sie in Auschwitz ermordet.
Das Bild aus dem Archiv Westerbork zeigt Liesel Eichenwald. Sie wurde am 3. Januar 1936 in Epe geboren. Mit acht Jahren wurde sie in Auschwitz ermordet. Foto: privat

Den Opfern des Holocausts ein Gesicht geben, sie aus der Anonymität reißen – das ist ein Ziel des Freundeskreises Alte Synagoge Epe. Auf seiner Suche nach dem Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger aus Epe ist Rudolf Nacke erst kürzlich auf ein Foto gestoßen. Das Bild aus dem Archiv Westerbork zeigt Liesel Eichenwald.

Aufgewachsen an der Oststraße

Liesel wurde am 3. Januar 1936 in Epe geboren, schreibt Nacke. Sie war das zweite Kind von Max und Anna Eichenwald. Ihre 1931 geborene Schwester hieß Hannelore Emmy Eichenwald. Die Eichenwalds lebten im Haus der Großeltern Simon und Bertha Pagener an der Oststraße 13 in Epe. Auf der Flucht vor den Nazis wurde die Eper Familie 1939/40 auseinandergerissen.

Makabere „Familienzusammenführung“

Am 20. Juni 1943 kam es - wie Nacke herausgefunden hat – zu einer makabren „Familienzusammenführung“, als die Großeltern in das „Polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork“, rund elf Kilometer von der niederländischen Stadt Assen entfernt, eingeliefert wurden.

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