Bruno Jäkel wurde am 2. Februar 1921 geboren
Ehrenbürgermeister wäre heute 100 Jahre alt geworden

Gronau -

Am heutigen Dienstag wäre er 100 Jahre alt geworden: Bruno Jäkel, Ehrenbürgermeister der Stadt Gronau. Aus diesem Anlass wird daran erinnert, dass eine weitere Ehrung für den SPD-Politiker noch aussteht.

Dienstag, 02.02.2021, 05:01 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 11:22 Uhr
Im Jahr 1995 erhielt Bruno Jäckel die Ehrenbürgermeisterwürde verliehen. Bis heute ist noch keine Straße nach ihm benannt.
Im Jahr 1995 erhielt Bruno Jäckel die Ehrenbürgermeisterwürde verliehen. Bis heute ist noch keine Straße nach ihm benannt. Foto: Klaus Wiedau

Der am 13. April 2007 im Alter von 86 Jahren verstorbene Jäkel war am 2. Februar 1921 in Weeskendorf, einer Gemeinde im Landkreis Preußisch Holland , geboren worden. Seit dem Jahr 1945 liegt sein Geburtsort in Polen und trägt heute den Namen Wezina.

Aus dem Südwesten Ostpreußens kam Jäkel im Jahr 1946 als Heimatvertriebener nach Gronau. Schon zwei Jahre später zog er als Direktkandidat für die SPD in den Gronauer Stadtrat ein, dem er insgesamt 46 Jahre angehören sollte.

46 Jahre lang Ratsmitglied

Jäkel war in zahlreichen Gremien innerhalb der Stadt Gronau politisch aktiv, aber auch überörtlich auf Kreis- und Landesebene. Gleich zwei Mal – von 1956 bis 1979 und von 1984 bis 1989 – wurde er von der Mehrheit der Gronauer Ratsmitglieder zum Bürgermeister der Dinkelstadt gewählt.

Die Stadt verlieh ihrem langjährigen „ersten Bürger“ am 11. Januar 1995 die Ehrenbürgermeisterwürde. Jäkel war außerdem Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Landesverdienstordens.

„Wie kaum ein anderer hat er in den Nachkriegsjahrzehnten die Entwicklung der Stadt geprägt und sich in außergewöhnlichem Maße für die Belange der Bürger eingesetzt. Er war für deren Sorgen und Nöte ein nimmermüder Fürsprecher, was er häufig in politischen Entscheidungen zum Ausdruck brachte. Außerdem hatte er die bemerkenswerte Eigenschaft, während seines Wirkens immer als Mensch die Bodenhaftung und den Bezug zum einfachen Bürger beibehalten zu haben.“ Dies schrieben Sonja Jürgens und Norbert Ricking Ende November 2012 in einen SPD-Antrag an den Rat, in dem sie sich anlässlich seines fünften Todestages für die Benennung einer Straße oder eines Platzes einsetzten.

Straßenbenennung fehlt noch

„Leider ist das bis heute nicht der Fall“, erinnert Herbert Krause, heute Fraktionsvorsitzender von Pro Bürgerschaft und langjähriger Parteigenosse Jäkels, an eine auf von ihm mehrfach in Erinnerung gerufene Forderung. „Derzeit entwickeln wir ja im Stadtosten neue Baugebiete“, erklärt der Ratsherr, „da würde es doch eigentlich hervorragend passen, wenn dort endlich eine Straße nach ihm benannt wird.“ Vielleicht klappe das bis zum kommenden Jahr, wenn dem 15. Todestag des Gronauer Ehrenbürgermeisters gedacht werden kann.

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