Experten stehen Rede und Antwort
Kontaktlose Sprechstunde bei Inkontinenz

Gronau -

Vielen Menschen, die unter Inkontinenz und/oder Senkungsbeschwerden leiden, fällt es schwer, rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Durch die Corona-Pandemie ist die Scheu noch größer geworden. Dabei kann den Betroffenen oft schon mit einfachsten Mitteln geholfen werden – solange man sich rechtzeitig einem Experten anvertraut.

Mittwoch, 03.02.2021, 18:18 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 18:20 Uhr
Experten stehen Rede und Antwort: Kontaktlose Sprechstunde bei Inkontinenz
Foto: Antonius-Hospital

Vielen Menschen, die unter Inkontinenz und/oder Senkungsbeschwerden leiden, fällt es schwer, rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Durch die Corona-Pandemie ist die Scheu noch größer geworden. Dabei kann den Betroffenen oft schon mit einfachsten Mitteln geholfen werden – solange man sich rechtzeitig einem Experten anvertraut. Daher bietet das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum (KBBZ) am St.-Antonius-Hospital Gronau eine kontaktlose Sprechstunde an. Diese findet statt am Mittwoch (10. Februar) von 16 bis 19 Uhr. In dieser Zeit können sich Interessierte telefonisch oder online mit Medizinern und Therapeuten des zertifizierten Zentrums austauschen.

„Wir wissen aus unserer täglichen Praxis, wie schwer es für viele Menschen ist, sich zu öffnen, wenn es um Probleme bei dem intimen Themenfeld Harn- und Stuhl-Kontinenz geht. Oft ist der Leidensdruck aber schon so hoch, dass die daraus entstehenden seelischen Probleme die eigentlichen Funktionsstörungen überlagern oder noch verstärken können“, erklärt Prof. Dr. Matthias Oelke , Koordinator des KBBZ. „Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es vielen Menschen am Telefon oder per Chat leichter fällt, darüber zu reden. Selbstverständlich kann ein Telefonat oder ein Chat nicht einen Besuch bei uns ersetzen, darum geht es uns auch gar nicht. Wir möchten den Patientinnen und Patienten einfach die Möglichkeit geben, sich mit uns auszutauschen, ihre Probleme zu schildern und über mögliche Therapieansätze zu reden – selbstverständlich streng vertraulich“, erklärt der Leiter des Studien- und Wissenschaftszentrums der Gronauer Klinik für Urologie.

„Beim Erstgespräch können wir meist schon ungefähr einschätzen, wo die Ursachen für die Leiden liegen könnten. Darauf aufbauend kann ein Termin vereinbart werden. Hier erfolgt eine sorgfältige Erfassung der Krankenvorgeschichte und Symptomen, damit ein Therapieplan aufgestellt werden kann. Die anatomischen Zusammenhänge im Unterbauch sind komplex und die Strukturen filigran und empfindlich. Darum hängt vieles von einer sorgfältigen Untersuchung mit unterschiedlichsten Diagnose-Verfahren und -Methoden ab“, beschreibt Prof. Oelke.

Frauke Sonntag , Leitende Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe erklärt: „Im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum legen wir größten Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachabteilungen bzw. Kliniken. Das sind vorrangig die Gynäkologie, Urologie und Allgemeinchirurgie. Auch die Innere Medizin, Anästhesie, Pflege und Physiotherapie sind beteiligt. Regelmäßige Fallbesprechungen und ein regelmäßiger kollegialer Austausch, auch mit den einweisenden Ärzten, ist uns besonders wichtig“, erklärt Frauke Sonntag. „Nicht immer ist eine Operation notwendig. Oft kann man schon mit kleinen Hilfsmitteln und einer guten physiotherapeutischen Anleitung unglaublich viel erreichen“

Unter   02562 9157878 stehen am 10. Februar von 16 bis 19 Uhr folgende Experten zur Verfügung: Prof. Dr. med. Matthias Oelke, Oberarzt Urologie, Frauke Sonntag, leitende Abteilungsärztin Gynäkologie und Geburtshilfe, Senait Berhane, Oberärztin Gynäkologie und Geburtshilfe, Stefan Ruf, Oberarzt Allgemeinchirurgie, Karina Notthoff, Pflegefachkraft Kontinenz- und Beckenbodenzentrum, Gerrit Pfeiffer, Physiotherapeut

Wer teilnehmen möchte, schickt bitte vorab eine Anfrage an kbbz@st-antonius-gronau.de.

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