Friseurin sehnt Ende des Lockdowns herbei
Zweites Standbein aufgebaut

Epe -

Friseurin Anita Reimer freut sich darauf, ab dem 1. März wieder durchstarten zu können. Doch sie hat auch die Zeit des Lockdowns nicht ungenutzt verstreichen lassen: Sie schneidet jetzt nicht nur Haare, sie verkauft auch hochwertige Parfüms.

Freitag, 19.02.2021, 09:18 Uhr aktualisiert: 19.02.2021, 09:20 Uhr
Friseurin Anita Reimer sehnt das Ende des Lockdowns herbei.
Friseurin Anita Reimer sehnt das Ende des Lockdowns herbei. Foto: Angelika Hoof

Mit Hoffen und Bangen zugleich verfolgte Anita Reimer die Debatte beim Bund-Länder-Gipfel. „Die Infektionszahlen sinken, dennoch sollte der Lockdown in Deutschland zunächst bis zum 7. März aufrecht erhalten bleiben. Eine Beschlussvorlage von Bund und Ländern sah jedoch eine Öffnung der Friseurbetriebe ab dem 1. März vor“, freute sich die Inhaberin des Friseur-Salons „Einfach nur Friseur“ über diese gute Nachricht.

„Seit Mitte Dezember muss ich mangels Überbrückungshilfe und fehlender Einnahmen laufende Kosten wie Mieten, Versicherungen und Löhne vorfinanzieren. Ich liebe meinen Beruf und möchte ihn auch in Zukunft gerne ausüben, denn die perfekte Frisur meiner Kunden – vom einfachen bis zum aufwendigen Haarschnitt über Dauerwelle bis Farbe – liegt mir am Herzen“, betont Anita Reimer. In zwei Wochen könnte endlich wieder Leben einkehren in den antik eingerichteten Salon in der Rübezahlsiedlung in Epe .

Vorausschauend hat die Eperanerin die Zeit während des Lockdowns genutzt und sich ein zweites Standbein aufgebaut. Wie? „Ich habe die Angebotspalette meines Salons um den Verkauf hochwertiger Parfüme erweitert. Über einen Bekannten hatte sich der Kontakt zur Parfüm-Manufaktur ‚XAXX‘ ergeben, für die ich nun als Vertragspartner tätig bin.“ Das Unternehmen ist Hersteller veganer Parfüms mit einem Ölanteil über 20 Prozent. „Die handgefertigten Parfüms haben alle die Qualitätsstufe Eau de Parfum Intense.“

Bund-Länder-Beschlüsse vom 10. Februar

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  • Viel ändert sich vorerst nicht. Doch auf einige Beschlüsse haben sich die Regierungschefs der Länder und die Kanzlerin am Mittwoch nach mehrstündigen Beratungen einigen können. Hier ein Überblick. 

    Foto: Michael Sohn
  • Verlängerung des Lockdowns

    Der Lockdown geht in die nächste Verlängerung: Die aktuell geltenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden grundsätzlich bis zum 7. März verlängert. 

    Foto: Annette Riedl
  • Weitere Öffnungsschritte erst bei stabiler Inzidenz von höchstens 35

    Bund und Länder sehen die Möglichkeit für weitergehende Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie erst bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Dann sollten der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen wieder aufmachen können, wie aus dem Beschlusspapier vom Mittwoch hervorgeht.

    Foto: Tom Weller
  • Öffnung von Friseursalons ab 1. März

    Friseurbetriebe dürfen dem Beschluss zufolge den Betrieb am 1. März wieder aufnehmen -«unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken». Begründet wird dies mit der «Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene», insbesondere Ältere seien darauf angewiesen.

    Foto: Jens Büttner
  • Länder sollen selbst über Schulöffnungen entscheiden

    Wann es welche Öffnungsschritte in Schulen und Kindertagesstätten geben soll, wird nicht bundeseinheitlich geregelt. Merkel sagte, sie hätte mit diesen Öffnungen gerne erst ab dem 1. März begonnen. Die Länder, die für Bildung zuständig sind, hätten dies aber anders beurteilt.

    In NRW sollen die ersten Schüler ab dem 22. Februar in die Schule zurückkehren. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Mittwoch nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise. 

    Foto: Marijan Murat
  • Viele Fragen bleiben offen

    Offen bleibt, wie es für Restaurants, Hotels, Museen, Clubs, Theater und Konzerthäuser sowie den Amateursport weitergehen soll. In dem Beschluss heißt es dazu lediglich, Bund und Länder arbeiteten «weiter an der Entwicklung nächster Schritte der sicheren und gerechten Öffnungsstrategie».

    Foto: Oliver Berg
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