Digitalisierung
Querschnittaufgabe erheblichen Umfangs

Gronau -

Chancen und Defizite der Digitalisierung, die nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie aufgezeigt wurden, waren ein Thema in der konstituierenden Sitzung des neuen Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Digitalisierung. Dabei ging es auch um die Situation in den Schulen.

Freitag, 19.02.2021, 19:06 Uhr aktualisiert: 19.02.2021, 19:38 Uhr
W-LAN-Verbindungen in allen Schulen – dieses Ziel ist in Gronau fast erreicht.
W-LAN-Verbindungen in allen Schulen – dieses Ziel ist in Gronau fast erreicht. Foto: Montage

Digitalisierung ist „eine Querschnittsaufgabe erheblichen Umfangs“, konstatierte Ausschussvorsitzender Erich Schwartze während der ersten Sitzung des neu gegründeten Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Digitalisierung (SOD). Auch in diesem Bereich gilt es, Absprachen mit Fachdiensten und anderen Gremien zu treffen. So wird die technische Ausstattung der Schulen mit digitalen Geräten und die technische Beratung zur Agenda des SOD gehören – die pädagogischen Konzepte im Zusammenhang mit Distanzunterricht aber nicht, nannte Guido Klein Menting, Fachdienstleiter IT-Service bei der Stadtverwaltung, ein Beispiel. Dasselbe gilt für das Thema Glasfaserausbau: Die technisch-bauliche Umsetzung fällt in die Zuständigkeiten der Stadtwerke-Gremien, die strategischen Ziele jedoch gehören auf die Tagesordnung des SOD. In diesem Bereich wirkt Angelika Sörgel als neue Leiterin des Fachdienstes Digitalisierung.

Corona-Pandemie zeigt Defizite auf

Stephan Strestik hatte für die UWG eine ganze Reihe von Anfragen und Anmerkungen: Die Corona-Pandemie habe schonungslos die Defizite auf dem Gebiet der Digitalisierung aufgedeckt, aber auch Chancen aufgezeigt. Diese Chancen, so Guido Klein Menting, seien auch genutzt worden: Für die Rathaus-Belegschaft seien 220 Endgeräte für Homeoffice-Arbeitsplätze angeschafft worden. Doch damit sei es nicht getan, so Bürgermeister Rainer Doetkotte: Als Arbeitgeber müsse die Stadtverwaltung darauf achten, dass auch zu Hause die arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben berücksichtigt würden und die Qualität der Homeoffice-Arbeitsplätze stimme.

Smarte Straßenlaternen

Beim Homeschooling, so Klein Menting, würden die Schulkollegien nicht allein gelassen. Es seien Mittel für Schulungen und Medienworkshops geflossen. Bei Problemen und Fragen stünden Ansprechpartner zur Verfügung. Strestik machte seinerseits auf Fortbildungsangebote aufmerksam, die sich als besonders geeignet erwiesen hätten. Und er beantragte, ein „Netzwerk Digitales Lernen“ für Gronau ins Leben zu rufen, das dem Austausch der Beteiligten in Schulen und Verwaltung dienen soll.

Bei Arbeiten mit mobilen Geräten seien die Nutzer auf leistungsstarke W-LAN-Verbindungen angewiesen, nicht nur in öffentlichen Gebäuden, sondern auch im öffentlichen Raum, so Strestik weiter. Durch eine Umsetzung über zum Beispiel „smarte Straßenlaternen“ ließen sich zusätzlich Ladestationen für E-Bikes und Elektogeräte per USB zur Verfügung stellen, sagte er.

Stadt bei Homepage am Ball

Guido Klein Menting berichtete, dass es in der Innenstadt freies W-LAN geben werde. Das Ziel sei fast erreicht, alle Klassenräume mit W-Lan auszustatten.

Auch die Homepage der Stadt müsse im Auge behalten werden, regte Strestik an. Anliegen wie die Anmeldung von Hunden müssten fehlerlos online erfolgen können. Die für die Homepage zuständige Mitarbeiterin Gabi Könemann sagte, dass die Verwaltung auch da am Ball sei. Die Zahl der Zugriffe auf die neue Homepage der Stadt sei im Übrigen von 70 000 in 2019 auf 190 000 in 2020 gestiegen.

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