kfd-Frauen untermauern ihre Forderungen
Thesen an den Kirchentüren

Gronau -

Die kfd St. Antonius und die kfd St. Josef haben am Wochenende auf die Aktion „Maria 2.0“ und ihre Reformbewegung aufmerksam gemacht. An den Kirchentüren der beiden katholischen Kirchen der Pfarrgemeinde St. Antonius an der Neustraße und an der Kaiserstiege haben sie Plakate mit sieben Thesen aufgehangen.

Sonntag, 21.02.2021, 17:29 Uhr
Eine Woche vor der Vollversammlung der Deutschen Bischöfe haben die in den katholischen Gruppen organisierten Frauen noch einmal eindrücklich auf Missstände hingewiesen.
Eine Woche vor der Vollversammlung der Deutschen Bischöfe haben die in den katholischen Gruppen organisierten Frauen noch einmal eindrücklich auf Missstände hingewiesen. Foto: KFD

Damit wollen die örtlichen Frauengemeinschaften auf die Missstände in der katholischen Kirche aufmerksam machen und die Bewegung „Maria 2.0“ unterstützen.

Die Reformbewegung „Maria 2.0“, der kfd-Diözesanverband Münster und die örtlichen Frauengruppen hängen aktuell ihre Thesen für eine lebendige Kirche an die Dom- und Kirchentüren. Der kfd-Diözesanverband Münster und die Aktion „Maria 2.0“ geben dazu folgende Erklärung ab:

„Mit dem Thesenanschlag 2.0 an Dom- und Kirchentüren untermauern die Reformbewegung Maria 2.0 und der kfd-Diözesanverband Münster ihre Forderungen nach Reformen hin zu einer zukunftsfähigen Kirche und weisen auf die Missstände in der katholischen Kirche hin.

Zeil: Geschlechtergerechte Kirche

Ziel ihres Engagements ist eine geschlechtergerechte Kirche mit dem Zugang für alle Menschen zu allen Ämtern, sowie die Aufklärung, Verfolgung und Bekämpfung der Ursachen von sexualisierter Gewalt. Darüber hinaus wird eine wertschätzende Haltung gegenüber selbstbestimmter, achtsamer Sexualität eingefordert sowie die Aufhebung des Pflichtzölibats.

Dass Luther seine Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt haben soll, ist wohl eher eine Legende, aber seine Thesen haben etwas Großes in Bewegung gesetzt. Das wollen auch die Mitstreiter und Mitstreiterinnen von Maria 2.0. Aus ihrer Sicht ist es notwendig, dass die Deutsche Bischofskonferenz endlich beginnt, sich ernsthaft mit den in der katholischen Kirche notwendigen Reformen auseinanderzusetzen, und den Willen zu Veränderungen durch Taten bezeugt.“

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