Bodenindikatoren helfen Blinden und Sehbehinderten
Versäumnis bei Straßenquerung wird „geheilt“

Groinau -

Und plötzlich sind sie da: Ende Oktober wurden auf der Enscheder Straße im Kreuzungsbereich mit der Klosterstiege und der Beckerhookstraße Fahrspurteiler und Querungshilfen installiert (die WN berichteten mehrfach). Doch die Art der Ausführung rief Kritik hervor: Herbert Krause (Pro Bürgerschaft) und die Anlieger Helmut Heinzel, Bernfried Wesseling und Michael Gablik erläuterten bei einem Ortstermin, dass ihnen ganz wesentliche Bauteile an der umgestalteten Kreuzung fehlten: Bodenindikatoren sollten ihrer Meinung nach nachgerüstet werden, die Menschen mit einer Sehbehinderung das Überqueren der Straße erleichtern würden. Jetzt sind sie plötzlich da.

Donnerstag, 11.03.2021, 07:39 Uhr
Um
Um Foto: Guido Kratzke

Auf Anfrage unserer Zeitung sagte Heinrich Lütke-Wenning von Straßen-NRW zu, seine Behörde werde sich des Themas erneut annehmen. Straßen-NRW ist als sogenannter Baulastträger für die Enscheder Straße zuständig. Der Landesbetrieb hatte die Querungshilfe in Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof realisiert.

Man sei nicht davon ausgegangen, mit dieser Querungshilfe Menschen mit Sehbehinderung oder gar Blinde anzuziehen, hieß es seinerzeit. Doch natürlich habe man ein offenes Ohr für Menschen mit Behinderung. Sollte sich in den Gesprächen mit der Stadt ein Nachbesserungsbedarf ergeben, werde man die Versäumnisse „heilen“. Das ist jetzt geschehen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7860484?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Nachrichten-Ticker