Tag rund um die Geburt – Kooperationspartnerinnen stellen sich vor
Vormittags Beratung – nachmittags Entbindung

Gronau -

Der Tag rund um die Geburt in der Familienbildungsstätte wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Nun stellen die WN in einer kleinen Reihe die Kooperationspartnerinnen vor, sodass werdende Eltern zumindest so an grundlegende Infos kommen. Dazu haben wir Kirsten Radau von der Schwangerschaftsberatungsstelle der Diakonie befragt.

Montag, 05.04.2021, 15:58 Uhr aktualisiert: 05.04.2021, 16:54 Uhr
Kirsten Radau
Kirsten Radau Foto: Diakonie

 

 

Frage: Sie haben schon an mehreren Tagen rund um die Geburt als Vertreterin der Schwangerschaftsberatung der Diakonie teilgenommen. Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

 

Kirsten Radau : Ich persönlich habe erst an zwei Veranstaltungen teilgenommen, wobei die erste direkt vier Wochen nach meinem Eintritt in das Diakonische Werk stattgefunden hat. Mein Beitrag war ein Kuchen für das Kuchenbuffet. Im letzten Jahr gab es viele Vertreter, die einen Workshop übernommen haben, und wir haben uns darauf verständigt, dass ich einen Infostand zum Thema „Alles rund ums Geld“ (Elterngeld, Mutterschutz, Bundesstiftung usw.) anbiete. Während im ersten Jahr meiner Teilnahme noch eine große Besucherzahl anwesend war, konnte man im letzten Jahr schon deutlich die Auswirkung von Corona spüren. Trotzdem war das Interesse, vor allem an der Einführung von Frau Berhane (Senait Berhane ist Oberärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe am St.-Antonius-Hospital, Anm. d. Red.) deutlich. Ich habe erlebt, dass die Paare sehr vielseitig interessiert waren und vor allem auch die Zeiten zwischen den Workshops zur Kontaktaufnahme genutzt haben.

 

Frage: Welche Frage einer Teilnehmerin/eines Teilnehmers ist Ihnen nachhaltig im Gedächtnis geblieben?

 

Radau: Eine Teilnehmerin kam hochschwanger an meinen Infostand, sie war bereits in der 40. Schwangerschaftswoche. Ihr Lebensgefährte befand sich noch in der Ausbildung, die finanziellen Möglichkeiten des Paares waren sehr begrenzt. Da der Zeitraum des Antrages sich auf vor der Geburt begrenzt und das Kind jeden Moment auf die Welt kommen könnte, haben wir direkt für den nächsten Morgen einen Beratungstermin vereinbart und konnten den Antrag auf den Weg bringen. Noch nachmittags ist die Frau zur Entbindung in die Klinik gefahren.

 

Frage: Warum ist Ihre Institution/Ihr Angebot für werdende Eltern in Gronau und Umgebung so wertvoll?

 

Radau: Wir sind für die Schwangeren die erste Anlaufstelle in sämtlichen Fragen. Sei es zum Mutterschutz, Elterngeld, Kinderbetreuung oder auch für Anträge in finanzieller Hinsicht. Und wir vermitteln auch zu anderen Beratungsstellen und deren erweiterten Angebote wie Hebammen oder Müttergruppen.

Wie können Interessierte Sie trotz der Corona-Einschränkungen erreichen?

 

Radau: Wir bieten auf Wunsch und unter Beachtung der Corona-Hygieneregeln eine persönliche Beratung in der Beratungsstelle an, sind aber hauptsächlich auf telefonische Beratungen übergegangen. Uns ist der Schutz von Mutter und Kind sehr wichtig! Keine Schwangere sollte sich, nur um Beratung und Unterstützung zu erhalten, öffentlichen Verkehrsmitteln oder einer Situation aussetzen müssen, die sie in Gefahr bringen könnte.

 

Frage: Worauf freuen Sie sich beim Tag der Geburt 2022 am meisten?

 

Neues und Altbekanntes. Wir sind im Arbeitskreis immer bemüht, neue interessante Angebote vorzustellen. Neue Ideen aufzugreifen, wie sagt man so schön: „am Puls der Zeit zu bleiben“. Dabei die „alten“, aber immer aktuell bleibenden Workshops weiter anzubieten. Aber ich freue mich auch immer über den Kontakt zu den Teilnehmerinnen aus dem Arbeitskreis. Da ich erst seit zwei Jahren im Bereich der Schwangerenberatung tätig bin, hat sich mir so ein Netzwerk eröffnet, aus dem ich viele Informationen und Unterstützung erhalten habe.

Und ganz persönlich freue ich mich immer über die Gebäckteilchen von der Hebamme Judith Tasche, die nicht nur ausgezeichnet schmecken, sondern in Form eines Storches gebacken werden und somit das Thema rund um die Geburt selbst am Kuchenbuffet widerspiegeln.

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