Tag „Rund um die Geburt“ – Kooperationspartner stellen sich vor
Früh auf Hebammen-Suche machen

Gronau -

Der Tag rund um die Geburt in der Familienbildungsstätte wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Nun stellen die WN in einer kleinen Reihe die Kooperationspartnerinnen vor, sodass werdende Eltern zumindest so an grundlegende Infos kommen. Heute stellen wir Fragen an Hebamme Judith Tasche.

Freitag, 09.04.2021, 08:45 Uhr aktualisiert: 09.04.2021, 08:50 Uhr
Hebamme Judith Tasche
Hebamme Judith Tasche Foto: privat

 

 

Sie haben schon an mehreren Tagen rund um die Geburt teilgenommen. Welche Erfahrungen haben sie gemacht?

Judith Tasche : Die vielen Menschen mit ihren Wünschen und Fragen haben immer zu sehr lebhaftem Austausch geführt. So gab es in den vielen Jahren immer wieder neue Impulse und interessante Begegnungen mit den sehr unterschiedlichen werdenden Eltern und den diversen Kooperationspartnern. Das machte die Infotage lebhaft, bunt und abwechslungsreich.

 

Welche Frage einer Teilnehmerin/eines Teilnehmers ist Ihnen nachhaltig im Gedächtnis geblieben?

Tasche: Ein Elternpaar, das großen Respekt vor der neuen Aufgabe „Eltern werden“ hatte, hat mich gefragt, wie sie diese große Lebensumstellung meistern könnten.

Was haben sie geantwortet?

Tasche: Ich habe beide Eltern ermutigt, das große Ziel der Teamarbeit nicht aus den Augen zu verlieren.

Bei allen Fragen, die sich stellen werden, gibt es vielfältige Antworten von Fachleuten: Hebammen, Kinderärzten, Gynäkologen und vielen mehr, die weiterhelfen.

Aber am Wichtigsten für das Gelingen der Aufgabe ist es, dass die Eltern als Partner zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und motivieren, sich gemeinsam auf das Thema Familie einzulassen. Nur so wächst das Selbstvertrauen in die Elternschaft.

 

Warum ist ihr Angebot so wertvoll?

Tasche: Als Hebammen teilen wir mit den werdenden Eltern die große Freude über die werdende oder wachsende Familie. Hebammen sind für Eltern in all diesen Bereichen kompetente Ansprechpartner: Geburtsplanung, Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung, Geburt, Wochenbett, Rückbildung, Entwicklung des Säuglings im ersten Jahr. Hebammenhilfe steht jeder Familie kostenlos zur Verfügung und die Beratung ist vertraulich. Im Moment kann die Beratung auch per Videochat stattfinden.

Fast immer entsteht ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen der Hebamme und den Betreuten, so können wirklich alle Fragen ohne falsche Zurückhaltung gestellt werden. Die Themen sind sehr vielfältig und werden mit viel Fachwissen und in Ruhe besprochen. Während der Hebammenbesuche gelingt es oft schon in der Schwangerschaft Ängste zu nehmen und die Eltern gut auf die aufregende und schöne Zeit mit Kind vorzubereiten.

 

Wie können Interessierte sie erreichen?

Tasche: Hebammen arbeiten selbstverständlich auch in der Corona-Zeit weiter. Für die Hebammensuche empfehle ich erstens die Internetseite des Kreises Borken, dort ist unter „Hebammen im Kreis Borken“ eine pdf-Datei mit allen Hebammen zu finden. Zweitens veröffentlicht der Krankenkassenverband eine Hebammenliste unter:   gkv-spitzenverband.de/service/hebammenliste/hebammenliste.jsp

 

Worauf freuen sie sich beim Tag der Geburt 2022 am meisten?

Tasche: Am Besten finde ich es, nicht einem Monitor, sondern echten Menschen gegenüberzustehen. Ich freue mich auf viel gemeinsamen Austausch und gemeinsames Lachen ohne Coronasorgenfalten!

 

Haben Sie zu dem Thema noch etwas auf der Seele, wonach ich nicht gefragt habe?

Tasche: Es ist für Schwangere sehr sinnvoll, sich früh auf die Suche nach „ihrer“ Hebamme zu machen.

Wenn eine Wöchnerin sich erst nach der Geburt meldet, wird sie wahrscheinlich keine Hebamme finden, die so kurzfristig noch Betreuungskapazitäten frei hat. Ich wünsche allen werdenden Eltern in dieser Zeit Gesundheit, Geduld und starke Nerven.

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