Bau- und Planungsausschuss verschiebt Entscheidung über Lüfter in Schulklassen
Systeme sollen in Heek erst getestet werden

Heek/Nienborg -

Trotz vergleichsweise hoher Inzidenzzahlen sind die Schulen wieder in den Wechselunterricht zurückkehrt. Mit Schnelltests soll Ansteckungen mit dem Coronavirus vorgebeugt werden. Und mit einer guten Durchlüftung der Klassenräume.

Mittwoch, 21.04.2021, 07:27 Uhr aktualisiert: 21.04.2021, 07:30 Uhr
Das regelmäßige Lüften ist aus Sicht des Landes NRW die effektivste Art, um Luft in den Klassenräumen auszutauschen.
Das regelmäßige Lüften ist aus Sicht des Landes NRW die effektivste Art, um Luft in den Klassenräumen auszutauschen. Foto: dpa

Aber: Aktuell hat noch keine der drei Heeker Schulen Lüfter in den Klassenräumen. In der Dinkelgemeinde wird seit Beginn der Pandemie auf das regelmäßige Stoßlüften gesetzt. Laut Verbraucherzentrale die effektivste Methode des Luftaustauschs. In einigen Nachbarkommunen sieht das anders aus. Deswegen scharrt die Heeker Lokalpolitik mit den Hufen. Nicht zum ersten Mal.

​„Wir haben uns gefragt, wie wir die Situation in den Schulen verbessern können“, führte Stefan Amshoff ( SPD ) in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Planen aus. Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag eingereicht, der vorsieht, in zwei Klassenräumen der Kreuzschule jeweils ein Lüftersystem des Legdeners Dr. Alfred Mennekes zu installieren, die bereits in Legdens Schulen zum Einsatz kommen.

Während die CDU-Fraktion dem Ansinnen zustimmte und sogar gerne auf die Grundschulen ausweiten würde, waren Tobias Neumann (Dinkelbündnis) und Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff skeptisch. „Wir sollten zielgerichtet agieren. Ich kann vor blindem Aktionismus nur warnen“, sagte Weilinghoff.

Tobias Neumann (DB) schlug vor, einen Fachingenieur hinzuzuziehen, der verschiedene Systeme auf ihre Effektivität überprüft, anstatt einfach zwei Mennekes-Lüfter für je rund 2000 Euro zu installieren. In diese Kerbe schlug auch der Bürgermeister: „Es wäre doch sinnvoll, ein anderes System zu testen.“

​„Genau darum geht es uns ja, wir wollen hier vor Ort Erfahrungswerte sammeln“, machte Stefan Amshoff (SPD) deutlich. Allerdings rückte die SPD-Fraktion im Laufe der Diskussion vom Mennekes-Lüfter ab. Es könne auch ein anderes System sei. Hauptsache, es werde etwas unternommen. Aber selbst wenn Lüfter in den Schulen installiert würden – wer überprüft dann nach welchen Kriterien die Effektivität? Fragen, die auch Weilinghoff stellte. „Das können ja schlecht die Lehrer oder Schüler machen.“ Denkbar wäre, eine Studie in Auftrag zu geben. Dabei betonte der Bürgermeister aber: „Die klare Empfehlung vom Land ist regelmäßiges Lüften.“

Die Verwaltung will bis zur nächsten Ausschusssitzung in Legden und Schöppingen Erfahrungswerte zu den Mennekes-Lüftern einholen. Anschließend wird das Thema erneut beraten.

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