Chefärzte des St.-Antonius-Hospitals Gronau beteiligen sich an bundesweiter Schilddrüsen-Aktionswoche
Kleines Organ mit großer Bedeutung

Gronau -

Die Schilddrüse ist zwar ein kleines Organ, hat aber große Bedeutung für den gesamten Organismus. Das kleine Organ im Hals hat großen Einfluss auf viele Stoffwechselvorgänge und andere Funktionen im menschlichen Körper.

Freitag, 23.04.2021, 17:25 Uhr aktualisiert: 23.04.2021, 18:12 Uhr
Die Schilddrüse einer Patientin wird untersucht.
Die Schilddrüse einer Patientin wird untersucht. Foto: kalim stock.adobe.com

 

Als hormonproduzierendes und regulierendes Organ steuert die Schilddrüse nicht nur die körperlichen Abläufe, sondern kann sich auch massiv auf die seelische Balance und auf die geistige Leitungsfähigkeit auswirken.

Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann sich etwa an einem geschwollenen Gesicht, trockener Haut oder heiserer Stimme äußern. Auch Gewichtszunahme, Verdauungsstörungen, Herz-/Kreislaufprobleme, Krämpfe oder Zyklusstörungen bis hin zu Haarausfall können auf eine gestörte Schilddrüsenfunktion hindeuten. Einige Patienten nehmen aber nichts von den durch die Schilddrüse verursachten hormonellen Veränderungen ihres Körpers wahr.

Daneben können sich in der Schilddrüse knotige Veränderungen entwickeln, die einerseits störende Symptome wie Schluckbeschwerden und Druckgefühl am Hals auslösen, andererseits aber auch bösartige Tumore darstellen können.

Beschwerden

Oft werden die bestehenden Beschwerden gar nicht der Schilddrüsentätigkeit zugeordnet. Viele der Betroffenen – und das ist bis zu einem Viertel der Bevölkerung – müssen einen längeren Leidensweg durchschreiten, bevor ihnen geholfen werden kann.

Dabei gibt es heute erfolgreiche Therapiemöglichkeiten. Eine gründliche Anamnese, die genaue Diagnose – zum Beispiel mittels Bildgebungsverfahren unter Einsatz radioaktiver Substanzen – sowie ein aufeinander abgestimmtes Therapiekonzept sind Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Schilddrüsenbehandlung. Um dieses zu gewährleisten und somit ein Höchstmaß an Patientensicherheit zu ermöglichen, arbeiten die beiden Gronauer Mediziner Dr. Jürgen Wigger und Dr. Norbert Blumstein interdisziplinär zusammen.

Beide Ärzte sind dem Deutschen Schilddrüsenzentrum angeschlossen und im Gronauer St.-Antonius-Hospital als Chefärzte tätig. Dr. Jürgen Wigger führt die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und hat seinen Schwerpunkt unter anderem in der chirurgischen Schilddrüsen-Therapie. Dr. Norbert Blumstein ist als Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin ein Experte für die Diagnostik. Im Zusammenspiel der beiden Fachabteilungen unter einem Dach liegen viele Vorteile für die Patienten.

Experten stehen für Fragen zur Verfügung

Im Rahmen der bundesweiten Schilddrüsen-Woche vom 26. bis zum 30. April stehen die erfahrenen Experten zu Fragen rund um Symptome, Diagnose- und Therapie-Möglichkeiten in Form von speziellen Telefon-Sprechstunden zur Verfügung; Dr.. Norbert Blumstein beantwortet am Mittwoch (28. April) von 15 bis 18 Uhr Fragen zur Schilddrüsen-Diagnostik unter   02562 9156789. Dr. med. Jürgen Wigger steht am Donnerstag (29. April) von 16 bis 18 Uhr zu Fragen rund um die Operation der Schilddrüse unter   02562 9152350 zur Verfügung.

Am Freitag (30. April) wird eine kostenlose Ultraschall-Vorsorgeuntersuchung für Betroffene angeboten, bei denen noch keine Diagnose vorliegt und die über typische Symptome klagen – dieses sind: Heiserkeit, Schluckbeschwerden, starkes Schwitzen, Kloßgefühl im Hals, Herzrasen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

Für diese Untersuchung ist zwingend eine Anmeldung unter   02562 915 2166 erforderlich (Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 16 Uhr). Zur Untersuchung ist die Vorlage eines negativen Corona-Testergebnisses erforderlich. Weitere Informationen werden am Telefon erteilt.

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