Nienborg
Die Arbeitswelt beschnuppern

Mittwoch, 02.03.2011, 17:03 Uhr

Heek-Nienborg - In der Schreinerei mischt sich der Geruch von Sägemehl mit dem von Lack und Leim. Hier singt eine Säge, dort brummt ein Bohrer. Die Firma Inneneinrichtung Depenbrock ist ein guter Ort, um im wahrsten Sinne des Wortes in den Beruf des Tischlers hineinzuschnuppern.

Dazu haben am Mittwochmorgen vier Achtklässler der Kreuzschule die Gelegenheit. Tischlermeister Bernhard Depenbrock führt die Jungs und ihre Begleiterin, Petra Hölscher von der KAB, durch den Nienborger Betrieb. Der Seniorchef erklärt der Gruppe den Maschinenpark in der Halle und die Arbeitsabläufe. Zehn Mitarbeiter produzieren hier einbaufertige Schrankelemente, zum Beispiel für Küchen, Badmöbel und Einbauschränke. „Wie viele Maschinen haben sie insgesamt?“, will Steffen Heyart wissen, der sichtlich beeindruckt ist. „Ich hab sie nicht gezählt“, antwortet Bernhard Depenbrock und schmunzelt freundlich. Die Botschaft ist klar, es sind eine ganze Menge.

42 Betriebe aus Heek und Nienborg haben ihre Teilnahme angeboten, als sie von der KAB Heek gefragt wurden, ob sie den Achtklässlern der Kreuzschule bei der Berufsorientierung helfen würden. In Dreier- und Vierergruppen eingeteilt, können sich die Schüler beim „Berufsorientierungstag“ Betriebe, Geschäfte und Arztpraxen ihrer Wahl anschauen. „Ihr habt im Wirtschaftsunterricht Fragen erarbeitet. Mit denen geht ihr in die Betriebe - und kommt als Experten zurück“, gab Schulleiterin Martina John den Schülern mit auf den Weg.

Für die Koordination der Betriebsbesuche zeichnet bei der KAB Martina Schaten verantwortlich. „Es ist eure Initiative, wir können euch nur begleiten“, sagt sie den 39 in der Aula versammelten Schülern. Dann werden die Gruppen eingeteilt und den Begleitern von der KAB zugeordnet.

Die vier Jungs, die sich für die Firma Depenbrock interessieren, liebäugeln mit dem Gedanken, Tischler zu werden. Bernhard Depenbrock ist genau der richtige Mann für sie, der erfahrene Meister hat Dutzende von Lehrlingen ausgebildet. Auch mit über 70 Jahren steht er noch regelmäßig an der cnc-gesteuerten Fräse. „Solange ich kann und es mir Spaß macht . . .“

Gegen Ende des Besuchs führt der Meister die Gruppe durch die Küchenausstellung. Hier können die Schüler die fertigen Möbel bestaunen, von deren Produktion sie in der Werkstatt einen Eindruck bekommen haben. Besondere Fronten, Schubladen, die sich langsam und lautlos schließen - die Firma ist auf dem neusten Stand der Technik.

Mit den frischen Eindrücken im Gepäck fährt Petra Hölscher das Quartett ins „ZaK“. Da gibt´s Mittagessen, ehe die Schüler dann den nächsten Betrieb ansteuern.

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