Sicherheit und Gemeinschaft
Ein Jahr Wohnpark St. Anna / Schnuppertage bei der Tagespflege

Heek-Nienborg -

„Der Lack ist ab!“, sagt Bärbel Bröker lachend. Doch damit meint sie nicht ihre 50 Quadratmeter große Wohnung, sondern viel mehr sich selbst. Daher wohnt sie nun auch im Wohnpark St. Anna in Nienborg. Als eine der ersten ist sie vor rund einem Jahr eingezogen.

Dienstag, 27.12.2011, 13:12 Uhr

Zurzeit sind alle bis auf eine Wohnung vermietet, und unter den Bewohnern kennt man sich mittlerweile. Das liegt auch an den gemeinsamen Aktivitäten, wie dem Spielenachmittag oder den Bastelstunden. Dienstags treffen sich die Bewohner des Wohnparks immer im Gemeinschaftsraum immer zum Kaffeetrinken. Nur an kalten Tagen, an denen der Raum nicht geheizt ist, weichen sie auf eine der Wohnungen zurück. Natürlich wird dabei auch immer ein bisschen getratscht, das gehört zum Kaffee nun mal dazu.

Für Elisabeth Nacke ist der Wohnpark fast ein Stück Heimat geworden: „Die Notrufknöpfe geben mir Sicherheit“, so Nacke. Doch Sicherheit kommt auch von anderer Stelle. „Als ich mal Stromausfall hatte, wurde ich aus Ahaus vom Krankenhaus oder so angerufen!“ erzählt Bröker . An der Schaltstelle war aufgefallen, dass ihre Stromversorgung unterbrochen war. Ein kurzer Hinweis darauf und die Frage, ob alles in Ordnung sei, schenkten Bröker Vertrauen.

Doch haben die Bewohner auch etwas zu bemängeln: Manchmal sei es in der Nachbarschaft einfach zu laut. Schlafen sei dann kaum möglich. Und gerade in der Winterzeit sei die fehlende Beleuchtung an der neuen Straße Stadthagen ein großer Makel. Ein großer Vorteil sei dagegen die Möglichkeit, bei der im gleichen Gebäude angesiedelten Tagespflege zu Mittag essen zu können.

Auch die Tagespflege zog vor einem Jahr ein. „Trotz guter Belegung haben wir noch einige freie Plätze in der Tagespflege“, so Leiterin Marina Mieling . Einiges haben Mieling und ihr Team im vergangenen Jahr erreicht: Die neuen Räume werden sowohl von Nienborgen als auch von anderen Senioren aus einem großen Einzugsgebiet genutzt. Die Gründe, warum die Tagespflegeabteilung noch nicht ganz angenommen wird, kann Mieling nur vermuten: „Das Angebot Tagespflege, welches von der Pflegeversicherung mitfinanziert wird, ist weithin einfach noch nicht bekannt.“ Dabei entlaste die Tagespflege pflegende Angehörige und führe dazu, dass die Pflegebedürftigen so lang wie möglich zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung bleiben könnten. „Das ist das tolle an dem Modell“, so Mieling.

► Mieling empfiehlt, die Tagespflege kennenzulernen und bietet dazu kostenlose Schnuppertage an. Ein Erste-Hilfe-Kurs wird am 6. Februar bei der Tagespflege angeboten (' 0 25 68/ 9 33 93 42).

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