KBW-Wallfahrt
Pilger radeln Richtung Rom

Heek-Nienborg -

Das Sportliche mit dem Spirituellen verbinden – so lautet die Grundidee von 20 Frauen und Männer aus dem Kreisgebiet Borken, die am Donnerstagmorgen in Nienborg ihre Pilger- und Studienreise zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus in Rom starteten. Die ersten Kilometer führten die christlichen Wallfahrer aus Heek, Epe, Weseke, Südlohn, Ahaus, Legden, Gronau und Stadtlohn über Ammeln, Gescher, Velen und Heiden nach Erle. Nach dem Mittagessen erfolgte die Weiterfahrt über Schermbeck, Dinslaken bis nach Duisburg. Nach 100 Kilometern war in der Ruhrgebietsstadt die erste Übernachtung eingeplant.

Freitag, 16.08.2013, 06:08 Uhr

Weitere Tagesziele auf der Pilgertour sind Köln , Koblenz, Biebelnheim bei Alzey, Lingenfeld bei Germersheim, Rheinau und Freiburg. Die erste von insgesamt drei Etappen endet dann am 24. August (Samstag) in Basel, und es geht mit dem Bus zurück nach Hause. „Dann haben wir etwa 685 Kilometer im Sattel gesessen“, sagt der Heeker Herbert Kösters , der mit seiner Frau Agnes an der Pilgerreise teilnimmt. Im kommenden Jahr wird die Tour dann über die Alpen bis Florenz fortgesetzt. Das Endziel Rom wollen die Pilger dann im Sommer 2015 erreichen. Insgesamt 1800 Kilometer haben die Münsterländer dann bewältigt.

Es ist nicht die erste Pilger- und Studienreise des Katholischen Bildungswerks im Kreis Borken (KBW) mit dem Fahrrad : „Von 2008 bis 2012 haben wir in fünf Etappen Santiago de Compostela erreicht“, erklärt KBW-Leiter Franz-Josef Plesker, der die Wallfahrt führt.

„Die Wege nach Rom von Norden aus verbinden sich zur Via Francigena, die ursprünglich die Pilgerroute von Canterbury nach Rom war“, beschreibt Franz-Josef Plesker den bevorstehende Pilgerweg. Ähnlich wie beim Camino Franco nach Santiago, der die vielen Jakobswege bündelt.

Sowohl in Köln als auch in Biebelnheim am Weingut Pilgerhof treffen sich beide Wegenetze. Die Route entlang des Rheins war im Mittelalter wie heute eine wichtige Verkehrsroute. Die jetzige Etappe ist gespickt mit Wallfahrtsorten und Bischofskathedralen sowie mit Kirchen, die bei ihrer Entstehung jeweils das höchste Bauwerk ihrer Zeit darstellten, wie das Straßburger Münster oder der Dom in Köln. Die Pilgergruppe freut sich auf viele sehenswerte Ziele. „Auf dem Fahrrad sieht man mehr und man ist beweglicher als mit dem Auto“, erklärt Franz-Josef Plesker die Vorzüge einer Fahrradwallfahrt. „Zu Fuß wäre es auch zu weit“, sagt er.

Bevor die Fahrradpilger am Donnerstagmorgen in den Sattel stiegen, spendete Franz-Josef Plesker im Altarraum der Pfarrkirche St. Peter und Paul den Pilgersegen. „Wenn man sich auf den Weg zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus macht, bietet es sich an, in der Peter-und-Paul-Kirche die Wallfahrt zu beginnen“, erklärte er. Plesker hob hervor, dass Wallfahren mit Loslassen zu tun habe und sich die Pilgergruppe den Weg selbst „erstrampeln“ werde. „Wir wollen den Zuspruch empfangen durch den gemeinsamen Glauben“, stellte er die Worte des Heiligen Paulus in seinem Brief an die Römer als Wallfahrtsgedanken in den Mittelpunkt.

Diakon Harald Schneider von der Gemeinde Heilig Kreuz gab den Pilgern die besten Wünsche mit auf den Weg, ehe er die Pilgerausweise mit einem „Peter-und Paul-Stempel“ versah. Dann hieß es: „Rauf auf den Sattel und rein in die Pedale“. Von der Pfarrkirche aus ging es durch das historische Burgtor für die Radpilger rechts ab auf die Hauptstraße in Richtung Süden.

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