Projektchor hat „Heeker Weihnachtslied“ im Repertoire
Ein Lied für Salzburg

Heek/Gronau-Epe -

Gut 35 Jahre mag es her sein, als Josef Triesch das alte plattdeutsche Lied „De Goldmüehl“ in „De Wiehnachtstiedt is kuommen“ umdichtete und damit das „Heeker Weihnachtslied“ schuf. Am 30. November 2014 wird es der neu gegründete Projektchor, der auch viele Heeker in seinen Reihen zählt, im Dom zu Salzburg erklingen lassen.

Donnerstag, 26.12.2013, 09:12 Uhr

Wie es zum Heeker Weihnachtslied kam, daran kann sich Manfred Pieper, der selbst den Heeker Kirchenchor über 40 Jahre lang geleitet hat, noch gut erinnern: „Damals war der Studentische Madrigalchor aus Münster, zu dem auch Bernhard Suek gehörte, in unserer Kirche zu Gast.“ Der Chor sang dort unter anderem auch das Lied „De Goldmüehl“, dessen eingängige Melodie den bereits lange verstorbenen Josef Triesch veranlasste, es umzudichten. „Er hat eigentlich ständig gedichtet, wenn er nichts anderes zu tun hatte“, weiß Ehefrau Agnes Triesch – so kam es auch zu „De Wiehnachtstiedt is kuommen“.

Im Laufe der Jahre bürgerte es sich ein, dass das Lied immer bei den kirchenmusikalischen Andachten zur Weihnachtszeit gesungen wurde: „Da war es dann mucksmäuschenstill“, sagt Agnes Triesch. „Es lief einem kalt über den Rücken“, ergänzt Erich Münstermann , maßgeblicher Gründer des aktuellen Projektchors , der das Lied für Salzburg schon fleißig einstudiert hat. „Es ist ein schöner, schlichter Satz, sehr eingängig“, findet Chorleiter Jürgen Etzrodt, der die Proben an seiner neuen Wirkungsstätte St. Agatha Epe leitet. Dabei geht es aber nicht nur um das Heeker Weihnachtslied: Werke von Felix Mendelssohn, Johann Sebastian Bach, Josef Rheinberger und Matthias Beckert stehen im Salzburger Dom auf dem Programm – und einen Tag zuvor, am 29. November, bereits auf dem Weihnachtsmarkt in Berchtesgaden und abends in der dortigen Stiftskirche.

Ergeben hat sich das Ganze über die guten Kontakte Erich Münstermanns zu János Czifra, dem Domkapellmeister in Salzburg. Als das Vorhaben feststand, sammelte Münstermann Aktive für den Projektchor – und die kamen reichlich: Unter den rund 150 Sängerinnen und Sängern befinden sich etwa 30 Heeker und Nienborger sowie Sänger aus Ahaus und Ortsteilen, Stadtlohn, Vreden, Borken und sogar aus Glanerbrug – nicht zuletzt dank der Beziehungen des Kirchenmusikers Jürgen Etzrodt, der den Chor leitet.

Sie alle und noch viele weitere Gäste reisen mit, wenn die Fahrt ins Berchtesgadener Land und nach Salzburg vom 27. November bis 1. Dezember 2014 ansteht. Wer dabei sein möchte – wenige Plätze sind noch frei – , meldet sich im Pfarrbüro von St. Agatha Epe, Tel. (02565) 9 32 60.

Gebraucht werden könnten bis dahin allerdings noch weitere Männerstimmen. Geprobt wird im neuen Jahr wieder am 24. Januar (Freitag) ab 18 Uhr im Pfarrhof von St. Agatha Epe, Von-Keppel-Straße.

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