Pendlerparkplatz
32 neue Stellplätze

Heek -

Der Wagen mit dem niederländischen Kennzeichen steht eindeutig nicht mehr auf einem der gekennzeichneten Parkplätze am Pendlerparkplatz unterhalb der A 31. Die Situation ist symptomatisch, darum hat der Landesbetrieb NRW jetzt mit dem Ausbau des Parkplatzes begonnen. 32 neue Parkplätze sollen so entstehen, darunter auch ein Behindertenparkplatz.

Freitag, 07.11.2014, 10:11 Uhr

Bruno Tenhumberg (links) und Josef Brinkhaus mit den Plänen für die Erweiterung der Parkfläche.
Bruno Tenhumberg (links) und Josef Brinkhaus mit den Plänen für die Erweiterung der Parkfläche. Foto: Christiane Nitsche

Ganze 2955 Auspendler gibt es in Heek laut der jüngsten Pendlerstatistik NRW . Das macht einen beachtlichen Prozentsatz von 63,5 aus. Dies allein würde nicht ausreichen für eine Erweiterung des Pendlerparkplatzes mit seinen aktuell 21 Stellplätzen . Schließlich lässt sich kaum feststellen, wie viele davon die A 31 nutzen oder wie viele Pendler – etwa aus Ahaus – hinzukommen. Aber für die Planer gibt es eine Faustformel, wie Pressesprecher Josef Brinkhaus von Straßen-NRW erklärt. „Wenn zehn Pkw außerhalb der vorgegebenen Fläche stehen, ist der Bedarf drei Mal so hoch wie vorhanden“, erklärt er.

Noch bis Mitte 2012 waren Ausschreibung, Planung und Unterhalt dieser Parkplätze Sache der Kommunen. Doch mit einem entsprechenden Erlass hat der Bund sich von dieser Regelung verabschiedet und die Kommunen hier entlastet. Die Baukosten von rund 100 000 Euro für die Maßnahme gehen also zu 100 Prozent zu Lasten des Bundes. Einzige Ausnahme: „Sollte eine Beleuchtung gewünscht sein, läuft das über die Gemeinde“, erklärt Brinkhaus. Hier habe die Gemeinde Heek aber bereits abgewunken, zumal die Benzstraße, die das Gelände in Richtung Industriegebiet begrenzt, durchgehend beleuchtet sei.

Gemeinsam mit Bruno Tenhumberg, dem örtlichen Bauüberwacher, hat Brinkhaus gestern den Beginn der Rodungsarbeiten für die rund 1200 Quadratmeter große Fläche in Augenschein genommen. Bisher diente das Areal als Ausgleichsfläche in Bundeshand. Hier müsse ein geeigneter Ersatz gefunden werden, erklärt Brinkhaus. „Wir wissen noch nicht wo, aber die Suche findet statt.“

Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr abgeschlossen werden, vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Die neuen Wegflächen sollen, anders als beim bisherigen Platz, eine Asphaltdecke erhalten, die Parkbuchten wieder mit Rasengittersteinen gedeckt werden. Gestalterisch werde der Parkplatz ins Landschaftsbild eingepasst, etwa durch Bäume und Hecken.

Der Heeker Pendlerparkplatz wird nicht der einzige sein, der von der neuen Erlasslage profitiert. Brinkhaus: „Für Ahaus/Legden gibt es auch Überlegungen.“

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