Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage
Ein süchtiger Jongleur

Heek-Nienborg -

In die mittelalterliche Zeit wurden am Wochenende die Besucher des ersten „Mittelaltermarkts auf der Ringburg“ versetzt. Gastgeberin Susanne Westphal, Markthändler, mittelalterliche Lieder singende Barden mit Bärten und ein Gaukler, alle in zeitgemäßen Gewändern, boten ihre Waren an, verköstigten und unterhielten die Besucher auf dem Vorplatz des Hohen Hauses und in den geschichtsträchtigen Räumen des Burgmannshauses.

Montag, 17.11.2014, 06:11 Uhr

 
  Foto: Martin Mensing

An den Marktständen reichte das gemischte Warenangebot von Schmuck aus der Tafelsilberschmiede über christliche Dekorationsartikel, einen Kräuterstand und Lederartikel bis hin zu Holzschwertern und -schilde für die kleinen Besucher. Mit einer mittelalterlichen Kaffeetafel im Rittersaal, Fleisch und Wurst in der Garbräterei und Getränken in der Taverne gab es vielerlei Köstlichkeiten. Anstatt Bier wurde an der Schenke Met serviert und statt mit Euros mit Talern bezahlt.

In der Mitte des mittelalterlichen Marktplatzes war Gaukler „Immernochfrank“ eine der Hauptattraktionen. Die zahlreichen Gäste schauten dem Unterhaltungskünstler gespannt zu, während er mit Bällen jonglierte oder mit dem Zauberseil und einem Frauenschal einer Zuschauerin geschickte Kunststücke vollzog. Mit seiner grün-weißen Gewandung und den Glöckchen an den Schuhen zog er die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Gaukler, ein wenig Clown und etwas Geschichtenerzähler, „Immernochfrank“ ist alles in einer Person.

Mittelaltermarkt in Nienborg

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  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing
  • Der erste Mittelaltermarkt auf der Ringburganlage in Nienborg war ein voller Erfolg Foto: Martin Mensing

„Gaukler wurde ich rein zufällig“, sagte der „zweitbeste Gaukler dieser Erdenscheibe“. Der Erstbeste werde nie gebucht „und die Leute würden mich für eingebildet halten“, fügte er süffisant an. In der Volkshochschule erlernte er das Jonglieren. Davon wurde er „süchtig“ und legte die Bälle in den nächsten Wochen nicht zur Seite. „Auf einem Kindergeburtstag fing dann alles mit einem ersten Auftritt an – der Rest ist Geschichte“, freute sich „Immernochfrank“, sein Hobby zum Beruf gemacht zu haben.

Im Gegensatz zur Arbeitswelt zähle in der mittelalterlichen Szene der Mensch: „Hier hilf jeder jedem. Unter den Marktleuten herrscht ein fantastisches Sozialgefüge. Wir sind alle verrückt, darauf sind wir stolz.“ Sie alle leben für die Sache und hatten auf dem Marktplatz vor und in dem Burgmannshaus bis in die späten Abendstunden Spaß. „Dazu trägt auch das nette Publikum bei“, lobte „Immernochfrank“ die Nienborger, die zahlreich erschienen waren, wahrlich mitgingen und mit verwirrten Gesichtern seinen Zaubertricks zusahen. Obendrein spendeten sie ihm Applaus – den Lohn des Künstlers – und warfen ein paar Taler in seine mit seinem Namen verzierte Holzkiste. Anfangs war er schon überrascht, als er hörte, dass der Markt Mitte November stattfindet. Nun war er froh, in Nienborg zu sein. Er komme gerne wieder, dann dürfe der Markt größer sein und mit der Hoffnung auf noch besseres Wetter auch etwas früher im Jahr stattfinden.

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