Baustelle
Autobahn 31 bleibt ein Nadelöhr

Heek/Ahaus -

Wer sich bis jetzt noch nicht an die Baustelle auf der A31 gewöhnt hat, sollte das nachholen. Die Sanierungsarbeiten im sechsten und letzten Bauabschnitt verzögern sich, weil im Unterbau nachgebessert werden muss. Bis Ende August bleibt der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Heek und Ahaus/Legden ein Nadelöhr.

Donnerstag, 23.04.2015, 06:04 Uhr

Das Problem heißt Wasser. Genauer: Grundwasser. Der Spiegel sei im fraglichen Abschnitt höher als erwartet. „Bei den anderen fünf Bauabschnitten gab es das nicht so“, erklärte Udo Mattigkeit von Straßen NRW auf Anfrage.

Da die ausführende Baufirma durch einen so genannten Funktionsbauvertrag eine auf 25 Jahre verlängerte Gewährleistungspflicht habe, wolle man sichergehen, dass der Unterbau für die Fahrbahn tragfähig genug sei. Man habe daher Bohrungen gemacht und Kerne gezogen, um festzustellen, ob die Tragschicht, die bereits vor dem Winter aufgebracht wurde, durch den Frost-Tau-Wechsel geschädigt wurde. Projektleiter Mattigkeit: „Die sind gerade im Labor, das dauert etwa zwei bis drei Wochen.“

Außerdem würden nachträglich Drainagen in Auftrag gegeben, um den Bereich zu entwässern. Diese würden am Rand gelegt. „Der Damm wird entwässert.“

Aber: „Da passiert im Moment nichts, denn dazu müssen haushaltsrechtlich erst die Gegebenheiten geschaffen werden“, sagte Mattigkeit. Er gehe davon aus, dass die Arbeiten in der 20. Kalenderwoche wieder aufgenommen werden. Dann sollen Asphaltierungs- und Entwässerungsarbeiten parallel laufen. Eine Möglichkeit, den Verkehr gen Süden zeitweise zweispurig zu führen, sehe er nicht. „Das liegt an den beiden Brücken in dem Bereich, da fehlt einfach die Breite.“

Will sagen: Die Baustelle bleibt bis zur avisierten Übernahme Ende August/Anfang September ein Nadelöhr mit vorprogrammierten Staus. Bis zu eine Stunde Verzögerung bedeutet das in Richtung Ruhrgebiet . In Ferienzeiten sei man gut beraten, den Bereich zu umfahren.

Absehbar sei die Verzögerung aufgrund der alten Substanz nicht gewesen, meint Mattigkeit. „Was damals gebaut worden ist, erschließt sich uns nicht mehr, das geben die Unterlagen nicht mehr her.“ Allzu überrascht zeigt sich der Projektleiter indes nicht. „Das ist nun mal das Münsterland, da hat man immer Probleme, das Wasser weg zu bekommen.“

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