Kreisbläserwettstreit
Das große Halali

Heek -

Hebt Richterobmann Manfred Willms die Hand, wird kurz darauf zur Jagd geblasen: Im musikalischen Wettstreit um die Titel zum besten Jagdhornbläser trafen sich am Sonntagnachmittag 14 Gruppen aus dem Kreisgebiet. Vom „Halali“ bis zum „Bär tot“ mussten die Musiker unzählige Jagdleitsignale präsentieren.

Sonntag, 07.06.2015, 18:06 Uhr

Die Titelverteidiger, das Jagdhornbläsercorps Ahaus-Heek trat in der Klasse A gegen die Bläser aus dem Hegering Schöppingen-Legden an.
Die Titelverteidiger, das Jagdhornbläsercorps Ahaus-Heek trat in der Klasse A gegen die Bläser aus dem Hegering Schöppingen-Legden an. Foto: Sabine Sitte

In schicken dunkelgrünen oder schwarzen Blazern, karierten oder weißen Oberhemden, mit festem Stand – die Füße ein Stück weit auseinander gestellt, die linke Hand in die Hüfte gestützt, den Trichter des Horns auf den rechten Oberschenkel gepresst: Gespannt wartet die Bläserformation auf den Wink der Jury. Mit dem Handzeichen steigt die Spannung. Nun muss die Synchronisation stimmen. Die Musiker setzen die Instrumente an die Lippen. Ein Signal ertönt: „Das hohe Wecken“ – die Begrüßung der Jäger.

Fünf verschiedene Stücke muss jede Gruppe der Jury vortragen. Das Los entscheidet über die Auswahl. Moderator Hubert Schlichtmann sagt das nächste Signal an: Hahn in Ruh’ . Mindestens 20 Jagdleitsignale müssen zum festen Repertoire einer jeden Bläsergruppe gehören. Das fünfköpfige Preisgericht bewertet drei Kriterien: den Gesamteindruck der Gruppe, die Tonreinheit und den notengerechten Vortrag. Jedes geblasene Signal wird separat gewertet. Die Juroren, erfahrene Fachleute aus Norddeutschland, schreiben eifrig Notizen und vergeben Punktzahlen. Maximal 975 Punkte können pro Gruppe erreicht werden.

Alle zwei Jahre findet der Wettkampf an einem anderen Ort im Kreisgebiet statt. 2013 konnten die Bläser aus Ahaus-Heek um ihren musikalischen Leiter Georg Feldhaus die Trophäe nach Hause holen. In diesem Jahr steht mit den Bläsern aus Schöppingen-Legden eine starke Konkurrenz vor der Jury. Beide Formationen sind die einzigen an diesem Nachmittag, die in der Klasse A antreten. Ahaus-Heek muss als erste von beiden auf den Platz. Mit 25 Bläsern stellen sie eine starke Gruppe. Das Spiel klappt reibungslos. Herbert Janning, erster Vorsitzender, ist hoch zufrieden. „Wir haben sehr gut gespielt.“ Nach dem Auftritt lauschen sie den Mitbewerbern. Doch auch Schöppingen-Legden spielt fehlerfrei. Die Entscheidung fällt am Ende des Nachmittags: Die Gastgeber haben mit 878 Punkten die Nase vorn, Schöppingen-Legden wird mit 834,5 Punkten Zweiter.

► Die Bläsergruppe des Hegerings Alstätte-Ottenstein-Wessum-Graes trat in zwei Klassen an: In der Klasse C (Jugend) kam sie von vier Bewerbern hinter Rhede-Büngern auf Platz zwei. In der Klasse G kam sie unter sechs Teilnehmern auf den vierten Platz. Hier landete Gronau-Epe auf Platz fünf.

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