CDU-Fraktion beantragt Erschließung des Baugebiets Hoffstätte Teil 3
Neue Bauplätze am Ortsrand

Heek-Nienborg -

Freie Baugrundstücke gibt es in Nienborg mehr als genug. Circa 120 seien es derzeit, sagte Bauamtsleiter Herbert Gausling am Mittwochabend im Bauausschuss. Viele davon mitten im Ort, in guter Lage. Dennoch beantragte die CDU-Fraktion, die Erschließung des Baugebiets Hoffstätte 3 am Ortsrand zu planen und die Mittel dafür in den Haushaltsplanentwurf 2016 einzustellen.

Freitag, 12.06.2015, 07:06 Uhr

Die Parzellierung stammt aus dem Jahr 2003. Insgesamt ist Platz für 66 Baugrundstücke.
Die Parzellierung stammt aus dem Jahr 2003. Insgesamt ist Platz für 66 Baugrundstücke. Foto: Gemeinde Heek

Denn Interessenten haben trotz der vielen freien Plätze derzeit kaum eine Chance, ein Grundstück für den Bau ihres Eigenheims zu erstehen. Die Besitzer der freien Flächen wollen diese nicht verkaufen. „Alleine aus demografischer Sicht müssen wir aber als Gemeinde Grundstücke anbieten, die bezahlbar sind. Wir müssen unsere jungen Leute vor Ort halten und möglichst weitere aufnehmen“, argumentierte Jörg Rosery ( CDU ). „Um Schulen und Kindergärten auf Dauer nicht zu gefährden, brauchen wir Zuzug von außen“, ergänzte Fraktionskollege Mario Strehlow .

Da bereits ein Bebauungsplan für den Bereich Hoffstätte besteht, wäre eine Umsetzung eines Neubaugebiets ohne voraussehbare Komplikationen relativ zeitnah zu leisten. Das entspräche auch den Forderungen der CDU-Fraktion, die auf die aktuelle Niedrigzinsphase und die damit verbundenen guten Konditionen für Häuslebauer verwies.

Sowohl vonseiten der SPD als auch von der Verwaltung erhielt der Antrag Zuspruch. Hoffstätte 3 liegt nördlich der bereits bebauten Gebiete Hofstätte 1 und 2 rund um die Straßen Am Waldrand, Zum Kreuzweg und Bergkamp.

In dem dritten Teil stünden insgesamt – nach der Einteilung in Parzellen im Jahr 2003 – 66 Bauplätze zur Verfügung. Die sollen jedoch nicht alle auf einmal erschlossen werden. „Das machen wir sukzessive in drei Teilabschnitten“, sagte Herbert Gausling . Dadurch sollen unnötige Baulücken vermieden und es soll flexibel auf die Nachfrage von Bauwilligen reagiert werden. Derzeit wird ein Bereich des Areals noch landwirtschaftlich genutzt. Ein Großteil der Fläche sei jedoch in Gemeindebesitz, wie Gausling auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten mitteilte.

Vermarkten will die Gemeinde die Grundstücke über das eigene Internetportal. Hermann-Josef Schepers (SPD) forderte allerdings eine offensivere Vermarktung, wenn neue Bauplätze ausgewiesen werden. Und Jörg Rosery forderte zu prüfen, ob Werbung an der Umgehungsstraße möglich sei. Damit würde man auch die Leute aus umliegenden Orten ansprechen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3314841?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F27962%2F4848914%2F4848921%2F
Nachrichten-Ticker