Besichtigung
Strom aus Stroh

Heek/Nienborg -

Das Strohkraftwerk in Emlichheim war nun das Ziel eines Informationsbesuchs einiger Vertreter der CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Heek. Begrüßt wurden sie von Hermann Fehrmann, Geschäftsführer von BEKW Bioenergiekraftwerk Emsland, und seinem Kollegen Helmut Kemper, die ihnen die Technik und Funktionsweise des Emlichheimer Bioenergiekraftwerks vorstellten.

Dienstag, 15.09.2015, 17:09 Uhr

Diese Mitglieder der CDU-Fraktion fuhren nach Emlichheim.
Diese Mitglieder der CDU-Fraktion fuhren nach Emlichheim. Foto: CDU

Das BEKW Emsland ging 2013 in Betrieb und ist das erste mit Stroh befeuerte Heizkraftwerk Deutschlands. Mit einer Feuerungswärmeleistung von 49,8 Megawatt und einem hocheffizienten Wärmekonzept wird erstmals in großem Umfang Stroh zur Bereitstellung von Strom und Wärmeenergie umgewandelt.

Hermann Fehrmann berichtete, dass im Kraftwerk täglich rund 250 Tonnen Stroh verbrannt werden. „Umgerechnet bedeutet dies, dass bei Volllast alle 90 Minuten die Fracht eines mit Stroh beladenen Lkw verbrannt wird.“

Gleichzeitig erzeugt das Kraftwerk dabei zwölf Megawatt Strom sowie Prozessdampf und Nahwärme. Allein mit der Nahwärme versorgt es derzeit in Emlichheim rund 250 Haushalte, zwei Schulzentren und ein Altenheim. Strom und Prozessdampf werden in das Netz der benachbarten Kartoffelstärkefabrik der Emsland Group eingespeist.

Klimawandel, steigende Energiepreise und Versorgungsunsicherheit sind die heutigen Herausforderungen im Energiesektor, die ein Umsteuern erforderlich machen. Der Bioenergie beziehungsweise der Biomasse kommt in diesem Kontext eine besondere Bedeutung zu, so Hermann Fehrmann.

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