Diskussion im Ausschuss
Entscheidung im Rat: Nahwärmenetz Heek oder Einzellösung?

Heek -

Die Einschätzung der Energie-Agentur NRW ist positiv: „Aus ökologischer und ökonomischer Sicht ist die gemeinsame Versorgung mehrerer Gebäude über eine Wärmeleitung oft von Vorteil.“ Schon länger trägt sich die Gemeinde Heek mit dem Gedanken, eine zentrale Wärmeversorgung für gemeindeeigene Gebäude einzurichten, die mittels Fernwärmenetz versorgt würden.

Dienstag, 27.10.2015, 10:10 Uhr

Anlass: die dringend anstehende Sanierung der Heizungsanlage in der Kreuzschule und ein Antrag der SPD , ein Energiekonzept für die Gebäude und Anlagen der Gemeinde zu erstellen. Nach mehreren Beratungen, einem Besuch der Gemeinde Lathen , die ein eigenes Blockheizkraftwerk betreibt, und ersten Projektskizzen für ein „ Nahwärmenetz Heek “ durch ein Ingenieurbüro geht es nun darum, wegweisende Entscheidungen zu treffen. Fazit der Energieagentur: „Insgesamt erscheint uns das Konzept durchaus schlüssig. Wir empfehlen daher, die Planungen weiter zu verfolgen.“

Im Bauausschuss aber gab es skeptische Stimmen. „Bevor wir da immer weiter hineinschlittern, sollten wir feststellen, was kostet die Heizung“, so Hermann Mers (CDU). Er wollte zunächst einmal Zahlen sehen. „Was kostet genau wirklich eine Reparatur?“

Auch Ausschussvorsitzender Franz Epping gab zu bedenken: „Sowas ist nicht für 5000 Euro zu haben“, sagte er. „Da reden wir über 20 000 bis 25 000 Euro Vorplanungskosten.“ Auch Bürgermeister Weilinghoff sagte: „Wir sprechen in jedem Fall über ein Millioneninvest. Da gibt es viele Unbekannte, weil man nicht weiß, wer macht am Ende mit.“

Die Gemeinde Lathen hatte der Heeker Delegation ihre „Fernwärmegenossenschaft“ vorgestellt. Hermann-Josef Schepers (SPD) zeigte sich davon tief beeindruckt. „Lathen war fantastisch“, sagte er. Tobias Neumann (SPD) erklärte, das Ganze sei kein „Versuchsballon“. Es gebe funktionierende Beispiele in NRW. „Man hat sogar Kostenvorteile, weil man nicht mehr mehrere Anlagen, sondern nur eine warten muss.“

Weilinghoff stellte die Gretchenfrage: „Will man diesen Weg gehen?“ Die soll nun am 2. Dezember vom Rat entschieden werden.

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